Solidaritätsarbeit zum Global Village und darüber hinaus

07.03.2006: Der Bundesausschuss stimmt für die Solidaritätsarbeit mit Belarus und Südafrika

Solidarität mit Belarus

Der Bundesausschuss der SJD-Die Falken trifft folgende Vereinbarungen zur Solidaritätsarbeit:

Internationalismus ist fester Bestandteil unserer sozialistischen Erziehungs- und Bildungsarbeit. Mit unseren Themenzelten zur Geschlechterarbeit, dem Cafe zum (un-) fairen Handel und der Kinderrechte-Summerschool unterstützen wir aktiv die Bildungsarbeit im Global Village, dem diesjährigen IFM-SEI Camp. Über 5000 Kinder- und Jugendliche aus der ganzen Welt nehmen an dem Camp teil. Damit das Camp ein weltweites Treffen von Falkenorganisationen werden kann, brauchen die Genossinnen und Genossen unserer Schwesterorganisationen unsere Solidarität.

Solidaritätsarbeit ist für uns mehr als nur Geld zu sammeln

Wir wollen uns mit unseren Schwesterorganisationen gemeinsam auf das weltweite Camp vorbereiten und voneinander lernen. Solidaritätsarbeit ist keine Einbahnstraße, sondern beide Seiten lernen gleichberechtigt von einer solchen Zusammenarbeit.

Unsere Solidaritätsarbeit für das Global Village knüpft an bereits bestehende Kontakte an. Durch unsere internationalen Seminare in der Jugendbildungsstätte "Kurt Löwenstein” bestehen gute Kontakte zu Falkenorganisationen in Mittel- und Osteuropa.

Zusammenarbeit mit den Falken in Belarus

So arbeiten wir seit einigen Jahren mit unseren Genossinnen und Genossen aus Belarus zusammen. In Europa gibt es eine Reihe von Staaten mit einem erheblichen Defizit an Demokratie, Belarus ist jedoch zur Zeit die schlimmste Diktatur Europas: Selbstorganisierte, verbandliche Kinder- und Jugendarbeit kann nur in der Illegalität organisiert werden. Jegliche Form der politischen Arbeit gegen das Lukaschenko-Regime wird verfolgt. Dennoch organisieren die GenossInnen, Gruppenstunden, Seminare und gar Zeltlager.

Das Children's Movement in Südafrika

Über unsere Zusammenarbeit innerhalb der IFM-SEI haben sich Kontakte mit dem Children Movement in Südafrika entwickelt, die wir gerne intensivieren wollen. Auch über ein Jahrzehnt nach dem Ende der Apartheid sind die sozialen Unterschiede zwischen Arm und Reich, Schwarz und Weiß immens geblieben. Vor 20 Jahren wurde das "Children´s Resource Centre” (CRC) gegründet. Die Idee des Projekts entstand innerhalb der Widerstandsbewegung gegen die Apartheid. In der Tradition der Befreiungspädagogik geht das CRC davon aus, dass Menschen, die Opfer von Unterdrückung geworden sind, aktiv an der Verbesserung ihrer Lage beteiligt sein müssen. Heute sind fast 5000 Kinder zwischen 9 und 14 Jahren in den 50 Kindergruppen engagiert. Über 350 zumeist jugendliche GruppenleiterInnen tragen die Arbeit des Children Movements. Das Children Movement entwickelt spannende Projekte, die auch der internationalen Arbeit in der IFM wichtige Impulse gibt. Einige Genossinnen des Children Movements werden die Arbeit des Mädchen und Frauenzelts mit Erfahrungen unterstützen.

Beide Schwesterorganisationen wollen wir einladen mit uns am Vorcamp und dem Global Village teilzunehmen. Dafür brauchen wir die tatkräftige und politische Unterstützung aller Falkengruppen. Die konkrete Begegnung mit den GenossInnen auf dem Camp wird motivieren, dass Partnerschaften mit einer längerfristigen Perspektive aufgebaut werden können. Das Erleben der Solidarität und die Erfahrungen in der gemeinsamen Bildungsarbeit werden tief in unsere Verbandspraxis hineinwirken.

Und weil Solidaritätsarbeit gelebter Internationalismus ist:

  • fordern wir alle Falkengruppen auf, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten in die Solidaritätsarbeit einzubringen und mit fantasievollen Aktionen so vielen GenossInnen wie möglich aus den oben genannten Organisationen eine aktive Teilnahme zu ermöglichen.
  • die Vorbereitung auf das Global Village dient der Entwicklung unserer internationalistischen Verbandspraxis.
  • schaffen wir Gelegenheiten, sich vor, während und nach dem Global Village auszutauschen und gemeinsame Aktivitäten durchzuführen.
  • soll unsere Teilnahme am Global Village motivieren, dauerhafte Kontakte zu unseren Schwesterorganisationen zu pflegen.