"Vielfalt ist Schwerpunkt der Bildungsarbeit"

30.01.2013: Für eine Welt, in der jede_r ohne Angst verschieden sein kann. - Ansätze einer diversitätsbewussten Bildungsarbeit bei der SJD - Die Falken.

Dieser Artikel ist erschienen im Reader für Multiplikator*innen in der Jugend- und Bildungsarbeit des IDA e.V. mit dem Titel "Diversität - bewusst wahrnehmen und mitdenken, aber wie?" im Dezember 2012.

Seit längerer Zeit beschäftigen sich die Falken in ihrer pädagogischen Arbeit mit den Herausforderungen einer diversitätsbewussten Bildungs- und Erziehungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Ausgehend von den kontroversen Debatten um die "interkulturelle Öffnung" der Jugendverbandsarbeit hat der Bundesverband der Falken im Jahr 2011 beschlossen das Thema Vielfalt zu einem Schwerpunkt der Bildungsarbeit zu machen. Dabei ist zunächst festzuhalten, dass wir uns bewusst für den Begriff "Vielfalt" entschieden haben, auch in Abgrenzung zum Begriff "Diversity", der in der politischen Debatte, u. a. im Bereich des Diversity- Managements für eine sehr ökonomische Herangehensweise steht und nicht die pädagogischen Ansätze widerspiegelt, die wir verfolgen wollen. Wir möchten mit unserer Bildungsarbeit dazu beitragen, über bestehende gesellschaftliche Verhältnisse hinaus zu denken und in unserer pädagogischen Praxis einen bewussten Zustand frei von Diskriminierungen und Ausgrenzung vorweg zu nehmen. Aus diesem Grund haben wir z.B. im Mai 2012 einen bundesweiten Vielfalt-Kongress, unter dem Motto: "Herrschaft bekämpfen - Befreiung leben!", als Vernetzungs- und Schulungsseminar für Multiplikator_ innen unseres Verbandes durchgeführt. Damit haben wir als sozialistischer Kinderund Jugendverband zu aktuellen Debatten rund um die Themen Ausgrenzung, Integration, Inklusion, Diversität und Interkulturalität in der Jugendverbandsarbeit diskutiert, verschiedene Methoden ausprobiert und Impulse für die weitere Arbeit im Verband gesetzt. Dabei ist es für unsere pädagogische Praxis wichtig, dass solche Debatten auch für die Adressat_innen unserer Arbeit verständlich und nachvollziehbar sind. Unser Anliegen ist es nicht vorrangig Teil akademischer Debatten zu sein, sondern die vorhandenen Spaltungsachsen in dieser Gesellschaft und die damit verbundenen Mechanismen struktureller Ausgrenzung deutlich heraus zu stellen und in einen inhaltlichen Austausch mit Kindern und Jugendlichen einzusteigen, mit dem Ziel gesellschaftliche Strukturen zu hinterfragen und vorhandene Stereotypen, Zuschreibungen und Formen der Ausgrenzung zu überwinden. Um sich dem Begriff Vielfalt angemessen nähern zu können, war es notwendig, sich mit den in dieser Gesellschaft existierenden Herrschaftsstrukturen auseinandersetzen. Für die Sozialistische Jugend sind dabei folgende Fragen zentral: In welcher Weise sind wir im Alltag von Herrschaft und Ausgrenzung betroffen? Was ist eigentlich Diskriminierung? Was sind Mechanismen der strukturellen Ausgrenzung und vorhandene Spaltungsachsen im Hier und Heute? Der Vielfalt-Kongress stellte also einen ersten Startpunkt dar, das Thema aus der Perspektive der sozialistischen Erziehung, ausgehend von unseren pädagogischen Grundsätzen "Erziehung zur Freiheit, Gleichheit und Solidarität" zu besetzen. Dabei geht es bei der Bearbeitung der Thematik in unserem Verband explizit nicht "nur" um Vielfalt, sondern immer auch um die Verknüpfung von Vielfalt und Antidiskriminierung, die über den Begriff der interkulturellen Öffnung weit hinausgeht. Exemplarische Beispiele dafür finden sich in unserer Bildungspraxis sowie in der Gruppen- und Zeltlagerarbeit. So ermöglicht z.B. der Landesverband Hamburg der Falken seit Jahren Flüchtlingskindern die Teilnahme an Kinderzeltlagern, die in diesem Sommer zu einer gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung um die strukturelle rassistische Diskriminierung von Roma und Sinti in Deutschland geführt haben.[1] Ein weiteres Themenfeld in Sachen Antidiskriminierung ist die feministische Arbeit des Verbandes, um strukturelle Benachteiligungen von Mädchen und Frauen innerhalb des Verbandes zu überwinden und um in die Gesellschaft zu wirken.

Nach unserem Verständnis ist Antidiskriminierung als Voraussetzung für Vielfalt zu verstehen und zwar ausgehend von der politischen Überzeugung, dass der Abbau jeglicher Formen von Diskriminierungen die Voraussetzung dafür ist, dass Vielfalt überhaupt positiv gefasst und in der Kinder- und Jugendbildung praktisch erfahrbar werden kann. Für die pädagogische Praxis in unserem Verband bedeutet das vor allem bewusstseinsbildende Prozesse, hin zu mehr Sensibilität für Mechanismen von Ausgrenzung im Alltag, in Sozialräumen, aber auch in Sprache und Kommunikation zu initiieren. Des Weiteren bedeutet es strukturell benachteiligte Gruppen zu fördern und z.B. Bildungsveranstaltungen so zu konzipieren, dass in konkreten Begegnungssituationen Differenzerfahrungen oder Konflikte nicht durch Zuschreibungen und Erklärungen von außen (etwa durch die Seminarleitung) verstehbar werden, sondern die Einzelnen die Möglichkeit haben, sich selbst und ihr Handeln unter Rückgriff auf ihnen subjektiv wichtige Zugehörigkeiten und Hintergründe zu erläutern. In der Praxis gibt es für unsere Ansätze erste Beispiele, eines davon ist das modellhafte Tandem-Projekt mit der DIDF-Jugend.

Kooperation und Austausch auf Augenhöhe - diversitätsbewusste Verbandsarbeit in der Praxis: Das Modellprojekt "Gemeinsam stark für Vielfalt" der DIDF-Jugend und der SJD - Die Falken

Als ein Beispiel aus der Jugendverbandsarbeit möchte ich nun das am 01.11.2011 begonnene Modellprojekt "Gemeinsam stark für Vielfalt" der DIDF-Jugend und der SJD - Die Falken darstellen. Das Projekt läuft bis zum 31.10.2014 und verfolgt mehrere Ziele: Zum einen ist übergeordnet die interkulturelle Öffnung der Mehrheitsgesellschaft in Deutschland als Ziel zu sehen. Durch die Zusammenarbeit der beiden Organisationen wird eine Normalisierung gesellschaftlicher Vielfalt implementiert. Zum anderen vollzieht sich eine interkulturelle Öffnung bei der SJD - Die Falken durch eine professionalisierte Zusammenarbeit mit einer Migrant_ innenjugendselbstorganisation (MJSO). Darüber hinaus geht es um eine nachhaltige Stärkung der Strukturen der DIDF-Jugend durch eine Verbesserung der institutionalisierten Verankerung des Verbandes in der Jugendhilfelandschaft und die dadurch verbesserten Partizipationsmöglichkeiten migrantischer Jugendlicher in Deutschland. Ausgangspunkt für das Projekt waren langjährige Erfahrungen auf lokaler Ebene zwischen DIDF-Jugend und SJD - Die Falken. Die Verwurzelung der beiden Organisationen in der Arbeiter_innenbewegung hat sich in gemeinsamen Aktivitäten ausgedrückt, so z.B. in Veranstaltungen zum 1. Mai oder in der konkreten Bildungsarbeit. Da beide Verbände als Zielgruppen Kinder und Jugendliche ansprechen und beide Verbände stark ehrenamtlich geprägt sind, finden sich in den Bildungsseminaren und Zeltlagern zahlreiche gemeinsame Themen wieder (z.B. Antirassismus, Antifaschismus, Migration, Bildung und Soziales). Beide Verbände verfolgen ähnliche gesellschaftspolitische Ziele. Sie bieten Freiraum für Selbstorganisation junger Menschen und für Bildungsprozesse. In der langfristig und strukturiert angelegten Zusammenarbeit sehen wir die Chance für den Verband der SJD - Die Falken, den Prozess der interkulturellen Öffnung, der den Titel "Vielfalt achten, Vielfalt denken, Vielfalt organisieren" trägt, weiter vorantreiben zu können. Wie in anderen Kinder- und Jugendverbänden ist es auch Anspruch der Falken in ihrer Arbeit einen Querschnitt der Gesellschaft abbilden zu können. Leider gelingt es gerade auf der Ebene der Verantwortungsträger*innen nur unzureichend z.B. Jugendliche mit Migrationshintergrund zu erreichen und zu motivieren tragende Funktionen im Verband zu übernehmen und mitzugestalten. Innerhalb des Prozesses der interkulturellen Öffnung entwickelt der Verband im Austausch mit der DIDF-Jugend ein strukturiertes Vorgehen, das dazu beitragen kann, mehr Ehrenamtliche mit Migrationserfahrung als Mitglieder für die Vorstandsarbeit zu gewinnen. Mit dem Modellprojekt verbinden wir außerdem das Vorhaben eine Juleica- Schulung zu konzipieren, die die besonderen Bedürfnisse der DIDF-Jugend als MJSO berücksichtigt, um den Aspekt der Migration und Integration in den Juleica-Schulungen des Verbandes stärker zu berücksichtigen. Hier werden gegenseitige Impulse gesetzt und voneinander gelernt. Bislang haben nur wenige MJSO einen regelmäßigen und gleichbleibenden Zugang zu öffentlicher Förderung, einige sind nach §75 SGB VIII als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt oder Mitglied in einem Jugendring und noch weniger sind in einem Jugendhilfeauschuss vertreten. Die Migrations- und Integrationspolitik findet also weitgehend ohne Berücksichtigung der Interessenvertretungen von jungen Menschen mit Migrationshintergrund statt. Ansprechpartner_innen für Politik und Verwaltung sind häufig allein die Erwachsenenverbände. Die Bedürfnislagen, Zielsetzungen, Perspektiven und Aktivitäten der Erwachsenenorganisationen unterscheiden sich von denjenigen der Jugendorganisationen. Auch der DBJR sieht deshalb die Notwendigkeit, dass junge Menschen mit Migrationshintergrund und ihre Organisationen stärker als bisher als Gesprächspartner_innen wahrgenommen werden und ihnen mehr Chancen zur Teilhabe an der Gestaltung der gesellschaftlichen Prozesse eingeräumt werden. Dies erscheint auch deshalb besonders notwendig, weil die in der Öffentlichkeit virulenten Themen (z.B. im Bereich Bildung, Arbeitsmarkt usw.) oftmals fokussiert auf die junge Generation der Eingewanderten diskutiert werden. Ähnlich verhält es sich hinsichtlich gesellschaftlicher Öffnungsprozesse, bei denen die erfolgreichen Ansätze der etablierten Jugendverbände und deren Integrationskonzepte nur wenig wahrgenommen werden[2]. In diesem Modellprojekt wollen wir beispielhaft herausarbeiten, welche (spezifischen) Bedarfe für eine MJSO bestehen, welche Probleme dabei zu überwinden sind und wie eine strukturierte Arbeit in einigen jugendpolitischen Feldern eine MJSO stärken kann. Ein weiteres Ziel des Vorhabens ist die Öffnung der eigenen Organisation für einen Verband mit ähnlichen Zielen und Positionen, der aber auf Grund seiner Gründungsmotive die Lebenssituation von Migrant_innen in der zweiten und dritten Generation spiegelt. So haben junge Migrant_innen geringere Chancen im Bildungssystem, geringere Chancen einen Ausbildungsplatz zu finden und ebenso geringere Chancen einer existenzsichernden Beschäftigung nachzugehen. Dies setzt sich in vielen Bereichen des Lebens fort, so sind Migrant_ innen häufiger von Armut betroffen, krank[3] und haben nicht im gleichen Maße Zugang zu gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen wie ein aus der Mehrheitsgesellschaft entstandener Verband. Somit ist das Ziel in der Kooperation mit einer MSJO auch, gegen diese diskriminierenden gesellschaftlichen Mechanismen zu wirken und Schwellen der strukturellen Ausgrenzung zu mindern. Wir als SJD - Die Falken wollen das Wissen in unserem Verband, Erfahrungen aus der Bildungsarbeit, Wissen über jugendpolitische Vorgänge, Wissen über finanzielle Fördermöglichkeiten, Zugang zu Ressourcen und Erfahrungen der DIDF-Jugend zur Verfügung stellen und weiter die Erfahrungen der vergleichsweise jungen Verbandsgeschichte der DIDFJugend in die Ausrichtung der Arbeit der SJD - Die Falken mit einbeziehen. Das Modellprojekt umfasst fünf Module, die mit unterschiedlichen Prioritäten und teilweise nacheinander oder parallel verfolgt werden sollen. Zeitlich ist das Projekt in drei Projektphasen gegliedert, die aber an dieser Stelle nicht näher erläutert werden.

Modul 1: Selbstbestimmt mitbestimmen! - Jugendpolitik konkret.

Das Modul 1 beinhaltet die strukturelle Stärkung der DIDF-Jugend. Die DIDF-Jugend möchte an weiteren Orten, an denen sie aktiv ist, ihre Strukturen festigen und neue Strukturen aufbauen. Die Gründung neuer Ortsgruppen und Gliederungsstrukturen gehört ebenso zu den Zielen dieses Moduls wie eine Stärkung auf Landesebene. Im Modul 1 geht es daher im ersten Schritt um das Ziel, die DIDF-Organisationen vor Ort zu anerkannten Trägern der Jugendhilfe zu machen. Das beinhaltet etwa die Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe nach § 75 KJHG und die Aufnahme in Stadt- und Kreisjugendringe bzw. die Mitarbeit in jugendpolitischen Gremien.

Modul 2: Bildungsoffensive

Grundlage der Verbandsarbeit beider Verbände ist die Bildungsarbeit. Deswegen wirkt dieses Modul besonders verbindend. Im Rahmen einer gemeinsamen "Bildungsoffensive" sollen Seminarkonzeptionen ausgetauscht oder gemeinsam erarbeitet werden. Ziel ist es, über die direkte Begegnung im Rahmen der gemeinsamen Bildungsarbeit voneinander zu lernen und die praktische Vernetzung zu ermöglichen. Aus diesem Grund beteiligen wir uns an Bildungsveranstaltungen der Partnerorganisation, so haben sich z.B. Vertreter_innen der DIDFJugend am genannten Vielfalt-Kongress der SJD - Die Falken beteiligt und momentan werden gemeinsame jugendpolitische Forderungen zum Themenfeld "Leiharbeit" diskutiert.

Modul 3: Interverbandlicher Austausch

Neben der konkreten Begegnungsarbeit streben wir einen strukturierten und regelmäßigen Dialog an. Hierzu gehört die regelmäßige Präsenz in den jeweiligen Verbandszeitschriften (Junge Stimme, Freundschaft und AJ) genauso wie die gegenseitige Präsenz auf bundesweiten Veranstaltungen. Das Projekt wird regelmäßig durch die kinder-, jugend- und bildungspolitische Kommission des Bundesvorstandes unterstützt und begleitet. Die ähnlichen Ziele beider Verbände bieten zahlreiche Ansätze für den interverbandlichen Austausch. Die Antidiskriminierungsarbeit der Verbände bildet jedoch ein besonders günstiges Feld für die ersten Schritte in diesem Modul. Das Thema Antidiskriminierung gehört z.B. zu den zentralen Aktivitätsfeldern aller Verbandsgliederungen. In die Breite wirken kann die Öffnung der Falken-Kampagne "Die Gruppe macht´s!". Die verschiedenen Bausteine der Kampagne fördern die Formulierung gemeinsamer Ziele und ermöglichen weitere Begegnungen.

Modul 4: Jugendpolitische Interessensvertretung

Modul 4 beinhaltet die jugendpolitische Vertretungsarbeit. Es geht um konkrete Kooperationen in der Vertretungsarbeit in jugendpolitischen Fachgremien (Jugendhilfeausschüsse, IDA e. V., NiJaf, AGs der Jugendringe und Koordinierungsrunden der Jugendhilfeplanung) und Jugendringen. Die Breite reicht vom Erfahrungsaustausch, den verbandlichen Positionierungen bis hin zu förderpolitischen Fragestellungen. Hierfür wird die Gründung von jugendpolitischen Tandems forciert. Durch Instrumente des Mentorings wird Wissen zwischen den Partnern kontinuierlich weitergegeben. Hierdurch soll der DIDF-Jugend ermöglicht werden, sich stärker jugendpolitisch zu betätigen. Die DIDF-Jugend versteht sich als selbstverständlicher Teil der Jugendverbandslandschaft und möchte sich möglichst auf allen Ebenen - in Stadt-, Kreis-, und Landesjugendringen, in Jugendhilfeausschüssen und in lokalen und bundesweiten Netzwerken - engagieren. Um die Gliederungen der DIDF-Jugend an diese Aufgaben heranzuführen, ist die Begleitung vor Ort durch die SJD - Die Falken gefragt.

Modul 5: Internationale Begegnungen

Die SJD - Die Falken und die DIDF-Jugend verfolgen ähnliche pädagogische Ziele in der internationalen Arbeit: Sie wollen Toleranz und Solidarität zwischen Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft fördern und sie dazu zu motivieren, aktiv für die Rechte benachteiligter und diskriminierter Gruppen einzutreten. Internationale Begegnungen wirken für alle Beteiligten identitätsstiftend, da im Rahmen der internationalen Begegnung die eigene Verbandsarbeit hinterfragt und reflektiert wird. Der verbandsimmanente Gedanke der Völkerverständigung wird praktisch erfahrbar. So kommt es zu einem inspirierenden Erfahrungsaustausch auf internationaler Ebene und zu einer Stärkung der Verbandsaktivitäten im Allgemeinen. Internationale Arbeit ist zentraler Bestandteil einer globalen, vernetzten und vorausschauenden Jugendverbandsarbeit.

Fazit und Ausblick

Durch das Modellprojekt sind bereits stabile und verlässliche Orte der Zusammenarbeit entstanden. Weiterhin wird es einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch beider Bundesvorstände und die Zusammenarbeit mehrerer Gliederungen beider Verbände geben. Die DIDFJugend wird strukturell nachhaltig gestärkt und kann ihre zusätzlichen Strukturen rein ehrenamtlich stemmen. Im praktischen Austausch ging es bis zu diesem Zeitpunkt (das Projekt läuft nun seit fast einem Jahr) vor allem um das gegenseitige Kennen lernen und das Entwickeln gemeinsamer Handlungsstränge. Das gemeinsame Engagement unserer Verbände wird z.B. momentan gezielt in die Gliederungen getragen und vor Ort mit Leben gefüllt, durch gemeinsame Seminare und Fahrten, sowie politische Kampagnen. Am Ende soll eine gestärkte DIDF-Jugend stehen, die endlich als kompetente Partnerin in der bundesdeutschen Jugendverbands- und außerschulischen Bildungsarbeit wahrgenommen wird und ein geöffneter Kinder- und Jugendverband SJD - Die Falken, der neben bestehenden Traditionslinien neue Methoden und Konzepte parat hat, um bestimmte Zielgruppen zu erreichen. Die Erfahrungen während des Projekts werden mit anderen Kinder- und Jugendverbänden geteilt und nach Projektende durch eine Publikation der weiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht.

Michael Dehmlow und Maja Tölke


[1] www.wir-falken.de/aktuelles/meldungen/6120624.html / ^

[2] Vgl. Position 77 des DBJR "Jugendverbandsarbeit und Integration" ^

[3] Siehe 13. Kinder- und Jugendbericht ^