"Zug der Erinnerungen" mit Beitrag der Duisburger Falken

21.02.2008: Filmvorführung "Kindertransporte in eine fremde Welt" fand große Resonanz im Rahmen der Veranstaltungen.

Der Zug der Erinnerung besteht aus mehreren Waggons, in denen die Geschichte der europäischen Deportationen in beispielhaften Biografien nacherzählt wird. Zur Zeit tourt er durch das Ruhrgebiet.Fahrplan

Während des Aufenthaltes des Zuges in Duisburg wollten die Falken möglichst vielen Schülerinnen und Schülern, aber auch interessierten Erwachsenen die Möglichkeit bieten, einen besonderen Dokumentarfilm anzusehen: "Kindertransport in eine fremde Welt" .
Möglich wurde dies auch durch die Kooperation mit dem Duisburger UCI Kino. 110 Menschen besuchten allein die Vorführung am vergangenen Mittwoch. Gruppen, die diesen Termin nicht wahrnehmen können, boten die Falken die Möglichkeit zum Besuch weiterer Vorführungen in ihrem Hochfelder Jugendheim auf der Zeppelinstrasse oder auch zu Veranstaltung etwa in Schulen. Mittwoch und Donnerstag haben insgesamt rund zweihundert Menschen den Film in Duisburg gesehen. Weitere Informationen finden sich auch auf: www.falken-duisburg.de

Die Geschichte

Von Dezember 1938 bis August 1939 öffnete die britische Regierung ihre Landesgrenzen für eine beispiellose Rettungsaktion: Um die Kinder jüdischer Eltern vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu schützen, wurden fast 10.000 Kinder aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei nach England gebracht. Für die meisten dieser Kinder bedeutete die Reise den endgültigen Abschied von ihren Eltern - für immer.

Nach der Reichspogromnacht am 9. November 1938 erging ein Aufruf an die britische Bevölkerung, Pflegekinder in der eigenen Familie aufzunehmen. Ohne diese Unterstützung hätten viele der jungen Flüchtlinge aus dem "Kindertransport" die folgenden Jahre nicht überlebt. Achtzehn Monate nach den Kindertransporten Richtung England rollten erneut Züge mit jüdischen Kindern durch Deutschland. Diesmal nach Osten und in Richtung Auschwitz.

Der Film

"Kindertransporte in eine fremde Welt" dokumentiert die Rettungsaktion, die beklagenswerterweise ohne Nachahmer blieb. Der Film wird mit zahlreichen Zeitzeugenberichten zum Zeugnis der Verbrechen des deutschen Nationalsozialismus. Als bester Dokumentarfilm wurde "Kindertransporte ..." im Jahr 2000 mit Recht durch einen Oscar ausgezeichnet.

"Der Film ist hervorragend geeignet, Menschen einen kleinen Einblick in das Ausmaß von Leid zu vermitteln, das die Shoah auch den Überlebenden zugefügt hat. Deswegen haben wir ihn als Ergänzung zum Besuch des "Zug des Erinnerung" angeboten. Aber der erfreulich großen Resonanz wegen möchten wir dieses Angebot auch künftig aufrecht erhalten." (Frank Witzke, Sekretär und Jugendbildungsreferent der Falken in Duisburg)

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