Rock gegen Rechts

01.05.2005: Aktionstag gegen Rechts am letzten Schultag (22.7.) in fünf Orten im Saarland.

Am letzten Schultag vor den Sommerferien (Freitag, 22.07.2005) findet im Saarland ein Aktionstag gegen Rechts statt. In den meisten saarländischen Landkreisen wird es direkt nach Schulschluss Openair- Konzerte geben.

Verschiedene Veranstaltungen an mehreren Orten

Unter dem "Aktionstag gegen Rechts" sind eine Reihe von Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zusammengefasst. In St. Wendel im Bosenbachstadion findet in diesem Jahr schon zum dritten Mal das "Endless Summer Festival" statt. In Neunkirchen wird es zum ersten Mal ein "Anti-Rassismus-Festival" an der TUS-Halle geben und in Dillingen wird traditionell das "Anti-Rassismus-Festival" im Stadtpark über die Bühne gehen. Ebenfalls ein "Rock gegen Rechts" wird an der Waldbühne in Homburg durchgeführt. Während die Konzerte in Dillingen und Neunkirchen unmittelbar nach Schulschluss (10.30 Uhr) beginnen, geht es in St. Wendel erst um 15.00 Uhr los.

Bekannte Bands und Nachwuchsmusiker

Den Veranstaltern ist es gelungen namhafte etablierte Bands aus der Region und eine Reihe von Nachwuchsmusikern zu gewinnen, die weitgehend auf ihre Gage verzichten.

Gegen die rechte Jugendkultur

Die erste Jahreshälfte 2005 war neben den aktuellen politischen Ereignissen in Berlin von den Gedenkfeierlichkeiten um den 60. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus und vom Kriegsende am 8. Mai 1945 bestimmt. Den Neonazis war es nicht gelungen den 8. Mai für ihre Ziele zu instrumentalisieren. Dies konnte durch einen Marsch der Demokraten in Berlin verhindert werden. Auch viele junge Menschen beteiligten sich an dieser Aktion. Zudem wurde das Holocaust-Mahnmal neben dem Reichstag eingeweiht und erfreut sich seither ungeahnter Anziehungskraft. Auch spielten bei der wichtigen Landtagswahl in NRW rechte Parteien keine Rolle. Positive Signale sollte man meinen. Dennoch kann dies alles nicht über ein Erstarken von rechtsextremistischem Gedankengut und Wählerpotenzial gerade bei jungen Leuten hinwegtäuschen.

Vor allem in ländlichen Räumen mit dörflichen Strukturen ist der Einzug von rechter Jugendkultur nicht wegzudiskutieren. Viele Jugendliche werden von rechtsextremen Organisationen geködert und verführt. Die Stimme Adolf Hitlers als Klingelton oder das Hakenkreuz auf dem Handy sind nur Symbole, dass der Nationalsozialismus in der Jugendkultur angekommen ist. Neben diesen Symbolen dienen Rituale wie die Feier der Sommersonnenwende und Gleiches zur Vermittlung von rechter Ideologie. Ein weiteres Instrument zum Transport von rechtem Gedankengut bei Jugendlichen ist die Musik. Das kostenlose Verteilen von CDs mit Nazi-Musik auf Schulhöfen ist eine weitere Strategie der rechten Szene um Jugendliche zu politisieren. Die Musik wird genutzt um rechte Gedanken in der Jugendkultur zu verankern. Dadurch werden das Leugnen des Holocausts, Ausländerhass und Rassismus zum Mainstream in der Jugendkultur.

Weiterlesen auf: www.aktionstag-gegen-rechts.de

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