Der 8. Mai 1945 ist für die Falken ein "Tag der Befreiung"

02.03.2005: Jugendverband diskutierte auf Bundesausschuss über Gedenkpolitik und Studiengebühren.

Demonstration gegen die Einstellung der Buslinie auf der B 158

"Für uns markiert dieser Tag den Sieg über das menschenverachtende Regime des Nationalsozialismus", so der Bundesvorsitzende Veit Dieterich. "Ohne die alliierten Streitkräfte und den antifaschistischen Widerstand wäre der mörderische Rassenwahn und Vernichtungskrieg der Nazis nicht zu stoppen gewesen. Darin wollen wir erinnern und am 8. Mai auf unserer Bundeskonferenz in Düsseldorf dem Widerstand gedenken."

Über Gedenkpolitik diskutieren

Nach einem Referat von Wolfgang Uellenberg-van Dawen zur geschichtspolitischen Auseinandersetzung um den "8. Mai" verabschiedeten die Falken nach lebhafter Diskussion eine Resolution mit Aktionen zum Gedenktag. Uellenberg-van Dawen ist Vorsitzender des Förderkreises "Dokumentation der Arbeiterjugendbewegung" und Kreisvorsitzender des DGB in Köln/Leverkusen/Erftkreis. Die Delegierten beschlossen auch, sich für eine Genehmigung der Antikriegsaktion "Das Begräbnis oder die HIMMLISCHEN VIER" anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung vom deutschen Faschismus" in Berlin einzusetzen.

Studiengebühren - kann ich mir nicht leisten

Nach einer Diskussion um die Erhebung von Studiengebühren fordern die Falken die Bundesländer nun auf, auf die Erhebung von Studiengebühren für das Erst-, Zweit- und Aufbaustudium zu verzichten. "Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts erhalten all diejenigen Rückenwind, die unter Föderalismus Konkurrenzkampf verstehen. Und in Wettbewerben gewinnen erfahrungsgemäß die Starken, während die Schwächeren auf der Strecke bleiben," befürchtet der Bundesvorsitzende der SJD - Die Falken, Veit Dieterich. "Jeder junge Mensch muss die Chance zu einer qualifizierten Berufsausbildung oder zu einem Studium seiner Wahl haben. Deshalb fordern wir Falken nicht nur die Schulgeld- und Lernmittelfreiheit in der Berufsausbildung, sondern auch die endgültige Absage an Studiengebühren in jeder Form! Der Geldbeutel der Eltern darf nicht über den Bildungsweg der Kinder entscheiden!"

Die soziale Schieflage an Hochschulen wird sich verschärfen

Die Falken befürchten in ihrem Beschluss, dass sich die soziale Schieflage an deutschen Hochschulen durch Studiengebühren noch verschärft. Auch eine Verengung der Fächerwahl auf ökonomisch vermeintlich besser zu verwertende Studiengänge sei zu befürchten. Wer nach dem Studium nicht nur einen Berufseinstieg anstrebt, sondern sich auch für ein Kind entscheidet, startet hoch verschuldet ins Berufs- und Familienleben.

5000 Jugendliche treffen sich 2006 im Global Village

Außerdem bereiteten die Falken sich auf ein internationales Jugendfestival in Großbritannien vor. Die internationale Dachorganisation der Falken, die IFM-SEI, plant 2006 ein Camp für 5000 Kinder und Jugendliche aus der ganzen Welt, um in diesem "Global Village" gemeinsam Schritte zu mehr globaler Gerechtigkeit zu diskutieren und auszuprobieren.

Der Bundesausschuss tagte in der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein

Der Bundesausschuss der Falken tagte vom 19. bis 20. Februar 2005 in der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein in Werftpuhl. Zu Beginn des Bundesausschusses beteiligten sich viele Delegierte an einer Demonstration der örtlichen Bürgerinitiative gegen die Einstellung der einzigen Buslinie, die den Ort Werftpfuhl mit dem Berliner S-Bahnnetz verbindet. Ohne die Buslinie wird die Jugendbildungsstätte für Jugendgruppen und Schulklassen in Zukunft kaum noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Ihre Existenz wäre auf Dauer gefährdet.

Die Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Kindern und Jugendlichen. Mit den Falken können Kinder und Jugendliche Mitbestimmung und Selbstorganisation erleben, ins Zeltlager fahren, politisch aktiv werden oder sich als Freiwillige in der Gruppenarbeit engagieren. Die Falken sind in allen Bundesländern aktiv und Träger von Jugendzentren, Bildungs- und Freizeithäusern und Zeltplätzen. Seit 100 Jahren setzen sich die Falken für die Interessen von Kindern und Jugendlichen ein.

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