Vom Gedenken zum Handeln

05.11.2004: Tagung in Dortmund: Lokale Erinnerungsarbeit von Jugendlichen für Jugendliche.

In der Wehrmachtsausstellung

Am 6. Dezember 2004 veranstalten die Falken und die Evangelische Jugend in Dortmund gemeinsam mit anderen Dortmunder Jugendverbänden eine Fachtagung zur Erinnerungsarbeit.

Vom Gedenken zum Handeln

Mit der Empfehlung von Martin Doerry Lebt mit der Erinnerung, aber tragt sie nicht wie eine Monstranz vor euch her. Gedenkt den Opfern, in dem ihr handelt löst sich Erinnerungsarbeit aus dem Kontext eines lähmenden Betroffenheitsgefühls, hin zum zivilcouragiertem Handeln. Wie passt dies in das bisherige Gefüge von Erinnerungs- und Gedenkstättenarbeit?

Erinnerungsarbeit: Jugendliche für Jugendliche

Für neue Ansätze und Aspekte in der Erinnerungsarbeit muss insbesondere die Arbeit mit Jugendlichen und für Jugendliche in den Mittelpunkt rücken. Mit den Projekten "Einblicke in die Wehrmachtsausstellung" und "Anne-Frank-Ausstellung" haben Dortmunder Jugendverbände einen Anfang gemacht, Jugendlichen selbst die Regie für die Erinnerungsarbeit zu übergeben und es hat sich gezeigt, dass der Blick über den Ausstellungsraum hinaus ein wesentlicher Anreiz für die beteiligten Jugendlichen war.

Beteiligung ist ein zentrales Feld dieser Arbeit

Denn es muss offensichtlich um mehr gehen, als Jugendliche als Wissensträger auszubilden. Die Handhabbarkeit dieses Wissens und die Schlussfolgerungen hieraus müssen mit bedacht und eingebunden sein. Anders herum formuliert, setzt ein solches Projekt voraus, das es den Beteiligten gestattet ist, eigene Umgang- und Handlungsebenen zu kreieren.

Die Fachtagung "Vom Gedenken zum Handeln"

Mit der Fachtagung "Vom Gedenken zum Handeln" wollen wir die Grundlagen unserer Arbeit vertiefen und gleichzeitig im Dialog erweitern und Impulse für neue Projekte schaffen.

Themen und Schwerpunkte

Das Einleitungsreferat hält Professor Harald Welzer, Leiter der Forschungsgruppe "Erinnerung und Gedächtnis" am Kulturwissenschaftlichen Institut (Essen) des Wissenschaftszentrums Nordrhein-Westfalen. Das Thema seines Vortrags lautet Erinnerung als Konstruktion - Gedenken als Anreiz zum Handeln. Harald Welzer, geboren 1958 ist Soziologe und Sozialpsychologe.

Erinnerungsarbeit Heute - Verschiedene Positionen

  • Erinnern ohne Zeitzeugen ?
  • Gedenken als Monstranz der Betroffenheit ?
  • Erinnerungsarbeit durch Jugendliche - Ja, aber!
  • Das Zehn Punkte Programm für eine gute lokale Erinnerungsarbeit mit Jugendlichen.

Wann und wo

6.12.2004, 10.00 - 17.00 Uhr, Teilnahmebeitrag 25,- € (inkl. Mittagessen)

Museum für Kunst- und Kulturgeschichte, Hansastrasse 3, 44137 Dortmund

Zugehörige Dateien:
Einladung_Vom_Gedenken_zum_Handeln.pdfDownload (116 kb)
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