Den Rechten die Zähne gezeigt: In Dresden!

15.02.2010: Gegen Nazis auf die Strasse zu gehen ist unser Recht! Den größten Naziaufmarsch Europas gemeinsam blockiert! Dresden nazifrei!

Den Rechten die Zähne gezeigt: In Dresden!

Am 13. Februar wollten wieder Tausende Neonazis aus ganz Europa durch Dresden marschieren.
Doch mehr als 10.000 Antifaschisten haben sich ihnen entgegen gestellt. Der größte Naziaufmarsch nach dem 2. Weltkrieg fiel aus.

Robert aus Sachsen war dabei, sein Bericht vom 12. und 13. Februar in Dresden

Eins vorweg: Dies ist kein Demobericht à la "Wir sind die Guten. Wir waren viele. Wir haben es geschafft. Danke an alle, die da waren." Derer gibt es genug.

Was ist passiert? Nach den schnell beschlossenen Änderungen des Versammlungsgesetzes, dem wiederholten Palaver über Extremisten und den durchaus zweifelhaften Methoden der Dresdner Staatsanwaltschaft im Vorfeld war es soweit.: Am Vorabend des 13. gab es eine Demo unter dem Motto "Keine Versöhnung mit Deutschland" mit 1500 Teilnehmenden auf deren Abschlusskundgebung egotronic spielte. Samstag fanden sich in der Altstadt 10.000 Teilnehmende zu einer von Oberbürgermeisterin und den Stadtratsfraktionen initiierten Menschenkette unter dem Motto "Erinnern und Handeln. Für mein Dresden" ein. Auf der anderen, der Neustädter Elbseite, sollte der Demozug der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschlands entlangexerzieren dürfen. Diesem stellten und setzten sich über 10.000 Menschen nach Aufruf des Bündnisses "dresden nazifrei" auf drei größeren stationären und mehreren kleinen mobilen Blockaden in den Weg. Die Neustadt gilt als links-alternativer Stadtteil, sodass die Blockierenden ihren Heimvorteil ausspielen konnten. Folglich war die Polizei zunehmend überfordert und teilte den Nazis wiederholt mit, dass diese aufgrund der Blockaden nicht marschieren können... Bericht weiterlesen bei den Falken Sachsen


Hintergrund

Seit mehreren Jahren missbrauchen die Nazis das Gedenken an die Opfer der alliierten Luftangriffe im Februar 1945 für ihre menschenverachtende Propaganda. Ihnen geht es um die Umdeutung der Geschichte hin zu einem deutschen Opfermythos und ihnen geht es um die Relativierung der Verbrechen die im Namen Deutschlands während des Zweiten Weltkriegs begangen wurden. Darüber hinaus beziehen sich neue und alte Nazis mit ihrem "Gedenkmarsch" positiv auf den Nationalsozialismus. Am Beispiel Dresdens wird auf unappetitliche Weise deutlich wie aktuell das Zitat von Bertolt Brecht ist, in dem es heißt: "...der Schoß ist fruchtbar noch aus dem das kroch!"

Doch wir haben unsere Lehren aus der Vergangenheit gezogen. Die Vernichtung der Wurzeln des Faschismus bleibt unser Ziel! Wir Falken leisten seit Jahrzehnten einen aktiven Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte durch Gedenkstättenfahrten, Seminare und internationale Jugendbegegnungen, sowie durch unser aktives Engagement gegen Rechtsextremismus und Gewalt.

zu DRESDEN NAZIFREI!

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