Edelweißpiraten bleiben im Gedächtnis

10.11.2009: Falken beim 65. Jahrestag der Ermordung in Köln

Der Kreisverband Köln der SJD-Die Falken nahm gemeinsam mit 200 Menschen am Schweigemarsch sowie an der Gedenkveranstaltung in Köln-Ehrenfeld teil.

Seit langem wir an diesem Tag dort, in der heutigen Bartholomäus-Schink-Straße in Köln-Ehrenfeld, dem Verbrechen gedacht, bei dem am 10.11.1944 13 Menschen ohne Gerichtsurteil von den Nationalsozialisten durch den Strang ermordet wurden. Unter den Opfern waren auch 6 Edelweißpiraten, der Jüngste von ihnen Bartholomäus Schink, nach dem heute die Straße benannt ist. Unweit der Stelle erinnert heute eine Bronzeplatte an die Getöteten.

Viele Menschen haben damals einfach zu- oder weggeschaut. Kölner demonstrieren heute im Sinne des Wiederstandes gegen Nationalismus und Rassismus.

Köln kann als Zentrum der Edelweiß-Gruppen bezeichnet werden. Hier waren 3000 Namen in Gestapo-Akten gemeldet worden. In Duisburg, Düsseldorf, Essen und Wuppertal stellte die Gestapo bei Razzien 739 vermeintliche Edelweißpiraten.

Einige dieser Gruppen, wie die Edelweißgruppe um Gertrud Koch in Köln-Ehrenfeld, deren Vater im KZ Esterwegen starb, beteiligten sich aktiv am Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Die Edelweißpiraten leisteten nicht nur durch die Ablehnung der Pflichtmitgliedschaft in der Hitler-Jugend gelebten Widerstand gegen das herrschende Regime. Sondern auch durch die Pflege von illegalen Kontakten und durch die Beanspruchung eines eigenen sozialen Raumes. Politisch motiviert versteckten und versorgten die Edelweißpiraten außerdem geflohene Kriegsgefangene und Jüdinnen und Juden.

Mehr zum historischen Hintergrund gibt es im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln.

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