Kein Nazi-Aufmarsch in Braunschweig! - und auch nicht anderswo

05.09.2003: Die Braunschweiger Falken rufen zu Protesten gegen eine am 18. Oktober 2003 geplante Demonstration der NPD auf

laut werden gegen rechts

Für Samstag, den 18. Oktober 2003 hat die NPD gemeinsam mit "Freien Kameradschaften" einen Nazi-Aufmarsch durch Braunschweig angekündigt. Bereits seit Anfang August wird dafür bundesweit auf einschlägigen Internetseiten geworben.

Proteste gegen Nazis beginnen um 12 Uhr

Der Aufmarsch, der um 12 Uhr am Bahnhof beginnen soll, steht unter dem rassistischen Motto "Heimreise statt Einwanderung, denn deutsche Kinder braucht das Land" und ist Teil einer gleichnamigen Kampagne der NPD Niedersachsen. Bereits am 24. Mai 2003 fand unter dem selben Motto ein Aufmarsch der NPD in Hannover statt.

Aufruf des Bündnisses gegen Rechts

Die Braunschweiger Falken im "Braunschweiger Bündnis gegen Rechts" rufen gemeinsam mit anderen Organisationen dazu auf, sich den Versuchen der NPD und anderer Nazis entgegen zu stellen, in der Region Braunschweig weiter Fuß zu fassen.

Gefahr droht von rechts

Über hundert Menschen wurden in den letzten Jahren in der Bundesrepublik von Nazis schwer verletzt oder gar ermordet. Auch in dieser Stadt und in dieser Region kommt es immer wieder zu Beschimpfungen, Bedrohungen, Angriffen und Anschlägen.

Nur zwei Beispiele:

  • Im November letzten Jahres verübten Nazis einen Brandanschlag auf eine Moschee in Wolfenbüttel. Durch Zufall wurde der Brand so schnell entdeckt, dass die Familie des im Haus lebenden Moscheevorstehers mit dem Schrecken "davonkam". Einer der Täter war Mitglied der NPD, zwei weitere hatten Aufnahmeanträge in die Partei gestellt.
  • Im April wurden Hakenkreuze und rassistische Parolen an ein Wohnhaus im Braunschweiger Stadtteil Wenden geschmiert. Die Nazis wollten mit ihren Drohungen verhindern, dass in das Haus eine türkische Familie einzieht.

Die Falken in Braunschweig wollen jedoch nicht nur der NPD und der Naziszene entgegen treten, sondern - so heißt es in der Erklärung - "sich jedem rassistischen und nationalistischen Denken widersetzen". Sie weisen darauf hin, dass Nationalismus und Rassismus "in der Mitte der Gesellschaft" entstehen. "Die Benachteiligung von Menschen ohne deutschen Pass auf dem Arbeitsmarkt und die staatliche Verfolgung und Abschiebung von Flüchtlingen sind nur zwei Beispiele, die dies deutlich machen. Auch Politiker der etablierten Parteien bedienen sich immer wieder rassistischer Parolen und reden -ähnlich wie die NPD - von einer angeblichen "Überfremdung"."

Falken beteiligen sich an den Protesten

Allen Falken, die sich an der geplanten Gegendemonstration zum Naziaufmarsch in Braunschweig beteiligen, bietet der Kreisverband Braunschweig eine Schlafmöglichkeit. Es wäre schön, wenn alle Gliederungen, die sich beteiligen wollen, eine Nachricht an bastian.zimmermann@falken-bs.de schicken.

Zugehörige Dateien:
Aufruf_buendnis_gegen_rechts_braunschweig.pdfDownload (72 kb)

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