Erinnern heißt Kämpfen

22.07.2019: Heute gedenken wir der 77 Menschen, die am 22. Juli 2011 in Norwegen von Anders Breivik ermordet wurden.

Erinnern heißt Kämpfen

Am 22. Juli 2011 ermordete der norwegische Rechtsterrorist Anders Breivik 77 Menschen. Nachdem er acht Personen durch einen Bombenanschlag auf ein Regierungsgebäude in Oslo getötet hatte, verschaffte er sich Zugang zur kleinen Insel Utøya, auf der unsere norwegische Schwesterorganisation Arbeidernes Ungdomsfylking (Liga der Arbeiter*innenjugend, AUF) ihr jährliches Sommerzeltlager mit Hunderten von Teilnehmer*innen beging. Binnen 90 Minuten erschoss Breivik dort kaltblütig 69 Jugendliche und ihre erwachsenen Helfer*innen - weil sie Sozialist*innen waren.

Der Täter wurde mittlerweile verurteilt, doch seine rassistische, antisemitische, misogyne und antikommunistische Weltanschauung ist nicht hinter Gefängnismauern weggeschlossen. Sie wurzelt in der Mitte der bürgerlichen Gesellschaft und findet ihren Ausdruck im Aufschwung rechter Parteien und Organisationen, sowie im allgegenwärtigen rechten Straßenterror gegen Linke, Migrant*innen und alle anderen, die den Nazis als natürliche Feind*innen erscheinen.

Wie in jedem Sommer sind wir in Gedanken bei den Hinterbliebenen der Opfer, sowie bei den Überlebenden, die durch diese schändliche Tat traumatisiert zurückgelassen wurden. Ihnen gelten unsere Anteilnahme und unsere Solidarität im Versprechen, dass wir unseren Kampf gegen alte und neue Nazis konsequent und kompromisslos fortsetzen werden. Wir fordern weiterhin die ernsthafte und systematische Untersuchung von rechten Strukturen in Europa, mit dem Ziel, ähnliche Taten zu verhindern.

Kein Vergeben.
Kein Vergessen.
Erinnern heißt Kämpfen.

Aktuelle Termine
Galerien

Aktion "Keine Grenzen für Kinder - Refugees Welcome"