8. Mai - Tag der Befreiung

08.05.2019: Im Gedenken aller alliierten Soldat*innen, Partisan*innen und Widerstandskämpfer*innen, die ihr Leben für den Kampf gegen den Faschismus eingesetzt haben.

8. Mai - Tag der Befreiung

Heute vor 74 Jahren kapitulierte die deutsche Wehrmacht bedingungslos vor den alliierten Streitkräften der Sowjetunion, USA, Großbritanniens, Frankreichs und ihrer Verbündeten. Die militärische Zerschlagung des Nazifaschismus beendete damit nicht nur den verheerenden Krieg, sondern auch den deutschen Völkermord an den europäischen Jüd*innen, sowie die systematische Verfolgung von Kommunist*innen, Sozialdemokrat*innen, Gewerkschafter*innen, Sinti*ze und Rom*nja, Homosexuellen, Menschen mit Behinderung und allen anderen, die in der deutschen Volksgemeinschaft keinen Platz finden sollten.

Damit war die Geschichte des Nationalsozialismus und seiner Verbrecher*innen aber noch keineswegs zu Ende. Viele der NS-Eliten und Industriellen, die ihren Reichtum der Kriegswirtschaft, dem NS-Zwangsarbeitssystem oder der sogenannten "Arisierung" jüdischer Unternehmen verdankten, machten in der jungen Bundesrepublik Karriere - Als Konzernchefs, Politiker*innen, Geheimdienstmitarbeiter*innen, Offiziere oder in der staatlichen Verwaltung. Wollte man in Deutschland schon wenige Jahre nach dem Untergang des Dritten Reiches nichts mehr von der eigenen Geschichte wissen, war sie unausgesprochen überall im gesellschaftlichen Leben präsent.

Auch heute zeigt sich wieder, dass der rasante Aufschwung faschistischer und rechtspopulistischer Parteien und Bewegungen kein gesellschaftliches Randphänomen ist - ihre Weltanschauung aus Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus wurzelt tief in der Mitte unserer Gesellschaft.

Als Verband der Arbeiter*innenjugendbewegung haben sich die Erfahrungen von Verfolgung und Widerstand auch tief in unsere eigene Geschichte eingeschrieben. Deshalb gedenken wir heute - am Tag der Befreiung - allen alliierten Soldat*innen, Partisan*innen und Widerstandskämpfer*innen, die ihr Leben für den Kampf gegen den Faschismus eingesetzt haben.

Doch unser Gedenken kann keine Floskel oder bloßes Bekenntnis sein. Es lebt in unserem aktiven Kampf gegen alte und neue Nazis, wenn wir rechte Aufmärsche blockieren, antifaschistische Konzerte organisieren oder in unserer täglichen antirassistischen Bildungsarbeit.

Erinnern heißt kämpfen.
Nie wieder Faschismus.

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