16.01.2026
Solidarität mit den Kämpfen der kurdischen Selbstverwaltung!
Vor wenigen Tagen hat die von der islamistischen HTS geführte Übergangsregierung Syriens einen großen Angriff auf die selbstverwalteten kurdischen Stadtteile Aleppos gestartet. Der Stadtteil ist seit vielen Jahren eine Exklave der kurdisch geführten demokratischen Selbstverwaltung im Nordosten Syriens (Rojava). Mehrere hunderte Menschen wurden verletzt, einige getötet. Die Sicherheitskräfte der Selbstverwaltung haben mit der lokalen Bevölkerung fast eine Woche Widerstand geleistet, bevor sie sich der Übermacht der von der Türkei unterstützten Islamisten geschlagen geben mussten.
Dabei befand sich die Selbstverwaltung Anfang Januar noch in Friedensgesprächen mit der syrischen Übergangsregierung, um eine schrittweise Integration der Strukturen Rojavas und des Militärs in einen neuen syrischen Staat zu verhandeln. Als Teil dieser Gespräche hat die Selbstverwaltung unter anderem einen Großteil ihres Militärs und schwere Waffen aus Aleppo abgezogen. Die syrische Übergangsregierung unterbrach die Verhandlungen und griff die kurdischen Gebiete Aleppos überraschend an.
Ziel des Angriffs ist die komplette Kapitulation oder sogar die Vernichtung der kurdischen Kräfte statt einer gemeinsamen Demokratisierung Syriens.
Wir erklären uns solidarisch mit dem Kampf der Selbstverwaltung von Nordostsyrien und mit allen Zivilisten die verletzt oder vertrieben wurden. Jin, Jiyan, Azadî!