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Termin

04.09.2026, 18:00 bis 06.09.2026, 13:00

What about Westsahara?

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Die Westsahara liegt im Nordwesten Afrikas zwischen Marokko, Mauretanien und Algerien.
Um die Region existiert seit Langem ein politischer Konflikt, dessen Ursprünge bereits auf die europäische Kolonialisierung Afrikas zurückgehen.

Wenngleich es insgesamt in der deutschen Linken inzwischen ein wachsendes Bewusstsein für dekoloniale Themen und Perspektiven gibt, findet eine Auseinandersetzung mit der spezifischen Situation in der Westsahara noch immer nur selten statt.

Dieser Leerstelle möchten wir mit einem Wochenendseminar begegnen.

Nachdem Spanien sich 1975 als Kolonialmacht aus der Westsahara zurückzog, wurde der Norden des Gebiets durch Marokko und der Süden durch Mauretanien beansprucht.

In der Folge flohen zehntausende Saharauis vor der marokkanischen Armee in Flüchtlingslager im Nordwesten Algeriens. Ab 1979 besetzte Marokko schließlich auch den Süden der Westsahara.

Bis heute ist das Gebiet durch einen Sandwall in zwei Zonen geteilt: den von Marokko besetzten Gebiete im Westen und die von der Frente Polisario verwaltete Gebiete im Osten.

Seit 1991 gibt es einen Waffenstillstand in der Region und das Bestreben, ein Referendum über die Selbstbestimmung der Saharauis durchzuführen. Dazu kam es bisher jedoch nicht, was dazu führt, dass mehr als 170.000 Saharauis seit mehr als 50 Jahren unter schwierigen Lebensbedingungen in den Flüchtlingslagern in Algerien leben, während Marokko in den besetzten Gebieten eine umfassende Infrastruktur-, Siedlungs- und Wirtschaftsstrategie verfolgt.

Die aktuelle Situation der Menschen in der Westsahara ist geprägt von der Verflechtung heutiger geopolitischer Interessen mit einer historischen Ungerechtigkeit, die ihren Ursprung in der kolonialen Vergangenheit des Gebiets hat.

Wir wollen uns in einem Wochenendseminar mit der Westsahara auseinandersetzen und haben dafür Aktivist*innen der Frente Polisario und der saharauischen Jugendorganisation Ujsario zu Gast.

Das Seminar umfasst:

  • einen begleiteten Besuch der Ausstellung “Westsahara - Dekoloniale Perspektive”
  • die Vorführung und Diskussion eines Dokumentarfilms über saharauische Menschenrechtsaktivist*innen und die Situation in den Flüchtlingslagern
  • verschiedene Workshops zur Geschichte des politischen Konflikts, der Rolle von Frauen und der Verantwortung Deutschlands für die Situation in der Region

Darüber hinaus wird es auch einen dekolonialen Stadtrundgang in Erfurt, gemeinsames Essen und viele Möglichkeiten zum Austausch mit Aktivist*innen und Genoss*innen geben.

Im Namen der Internationalen Kommission der SJD - Die Falken und der lokalen Gliederung der Falken Erfurt laden wir alle interessierten Genoss*innen herzlich ein, mit uns ein gemeinsames Wochenende voller politischer Bildung und internationalem Austausch in Erfurt zu verbringen.

4.-6. September in Erfurt
Bis zum 17. Mai 2026 könnt ihr euch für unser Seminar anmelden.
Der Teilnahmebeitrag beträgt 25€ pro Person inklusive Unterkunft und Verpflegung.
Hier geht es zur Anmeldung: nextcloud-Link

Wendet euch bei Fragen gerne an unsere internationale Sekretärin Carla im Bundesbüro unter 030-26103014 oder per Email.

Veranstaltungsort:

Erfurt

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