direkt zum Inhalt springen

Artikel

19.03.2026

Sozialistische Frau im März: Yamakawa Kikue

Die MFPK stellt jeden Monat eine sozialistische Frau vor. Dieses Mal ist es Yamakawa Kikue:

Yamakawa Kikue (1890 in Tokio geboren, 1980 in Tokio gestorben) war eine Aktivistin und sozialistische Feministin, die zur Entwicklung des Feminismus in Japan beitrug. Sie wurde in eine Akademiker-Familie der ehemaligen Samurai-Klasse hineingeboren und hatte so die Möglichkeit, am privaten Frauen-College Joshi Eigaku Juku zu studieren.

Von der russischen Revolution inspiriert wusste Yamakawa Kikue, dass es Klassenkampf und eine sozialistische Perspektive auf Feminismus braucht, damit der Feminismus keine bürgerliche Angelegenheit bleibt. Sie beschäftigte sich mit der doppelten Ausbeutung von Frauen durch Lohnarbeit und durch Reproduktionsarbeit. In diesem Zuge unterstützte sie 1921 die Gründung von Sekirankai (Rote Welle), dem ersten sozialistischen Frauenverband in Japan.

In Diskussionen stellte sie sich gegen bürgerlichen Feminismus und sah die Befreiung der Frau nicht innerhalb des kapitalistischen Systems. Sie kritisierte den Fokus auf liberale politische Rechte wie das Frauenwahlrecht, von dem vor allem Frauen der Bourgeoisie profitieren würden. Kikue ist außerdem bekannt für ihre kritischen Positionen in Debatten über Prostitution und Mutterschaft.

Neben diesen Debatten waren auch Kikues Teilnahme an männlich dominierten sozialistischen Organisationen sowie ihre Schriften zugunsten von Frauen innerhalb dieser Organisationen von großer Bedeutung. Yamakawa Kikue kritisierte immer wieder, dass die sozialistische Bewegung in Japan, vor allem in der Vorkriegszeit, zu wenig Frauen und feministische Anliegen beachtete. Während des Zweiten Weltkriegs zog sie sich zurück und überlebte, indem sie ihre publizistischen Aktivitäten einschränkte, aber dennoch fortführte.

Nach dem Ende Kriegs wurde Yamakawa von 1947 bis 1951 die erste Leiterin des Büros für Frauen und Minderjährige im Arbeitsministerium. Außerdem engagierte sie sich weiterhin aktiv für Arbeiterinnen und Frauen.


Bundesausschuss in Bremerhaven
Moin aus Bremerhaven

Das war unser Bundesausschuss in Bremerhaven

Schlussverkauf Bildung!
Gegen den Schlussverkauf Bildung! – Für eine nachhaltige Bildungsfinanzierung!

Wir unterstützen die Kampagne #SchlussverkaufBildung und fahren zur Kampagnen-Konferenz!

Termine

22.04.2026, 18:00

Fragebogen, Musterung – Was tun?!
Info-Veranstaltung mit der DFG-VK

22.04.2026, 19:00

Gliederungsvernetzung PSG
Sexuelle Bildung im Verband und als Teil des Schutzkonzepts

23.04.2026, 19:00

Regionale Frauenvernetzungstreffen: Nord, Ost, Süd
Kommt zum ersten regionalen Frauen-Vernetzungstreffen!

Anmeldung

Deine Bestell-Auswahl: