8. Mai: Tag der Befreiung

07.05.2021: Am 8. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht bedingungslos vor den alliierten Streitkräften. Wir gedenken heute der alliierten Soldat*innen, Partisan*innen und Widerstandskämpfer*innen, die ihr Leben für den Kampf gegen den Faschismus eingesetzt haben.

8. Mai: Tag der Befreiung

Am 8. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht bedingungslos vor den alliierten Streitkräften der Sowjetunion, USA, Großbritanniens, Frankreichs und ihrer Verbündeten. Die militärische Zerschlagung des Nazifaschismus beendete damit nicht nur den verheerenden Krieg, sondern auch den deutschen Völkermord an den europäischen Jüd*innen, sowie die systematische Verfolgung von Sozialdemokrat*innen, Kommunist*innen, Gewerkschafter*innen, Sinti*ze und Rom*nja, Homosexuellen, Menschen mit Behinderung und allen anderen, die in der deutschen Volksgemeinschaft keinen Platz finden sollten.

Damit war die Geschichte des Nationalsozialismus und seiner Verbrecher*innen aber noch keineswegs zu Ende. Viele der NS-Eliten und Industriellen, die ihren Reichtum der Kriegswirtschaft, dem NS-Zwangsarbeitssystem oder der sogenannten "Arisierung" jüdischer Unternehmen verdankten, machten in der jungen Bundesrepublik Karriere - als Konzernchefs, Politiker*innen, Geheimdienstmitarbeiter*innen, Offiziere oder in der staatlichen Verwaltung. Wollte man in Deutschland schon wenige Jahre nach dem Untergang des Dritten Reiches nichts mehr von der eigenen Geschichte wissen, war sie unausgesprochen überall im gesellschaftlichen Leben präsent.

Die vielzähligen Opfer des neuen Rechten Terrors in Deutschland und der gesamten westlichen Welt bezeugen außerdem, dass die mörderische Dimension der nationalsozialistischen Ideologie noch immer fortwirkt. Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus sind keine Randphänomene, sondern wurzeln tief in der Mitte der bürgerlichen Gesellschaft.

Als Sozialistische Jugend machen wir uns dieses Problem immer wieder bewusst, klären auf und organisieren uns praktisch als Antifaschist*innen. Wenn wir heute - dem Tag der Befreiung - aller alliierten Soldat*innen, Partisan*innen und Widerstandskämpfer*innen gedenken, die ihr Leben für den Kampf gegen den Faschismus eingesetzt haben, dann kann dies nicht nur eine Floskel oder ein bloßes Bekenntnis bleiben.

Unser Gedenken muss sich bewähren im Kampf gegen alte und neue Nazis und in unserer täglichen pädagogischen Arbeit. Das Ziel ist und bleibt die Gesellschaft, in der wir alle ohne Angst verschieden sein können.

Gegen Rechten Terror.
Erinnern heißt kämpfen.
Nie wieder Faschismus.