Für einen kämpferischen 1. Mai 2021

30.04.2021: Schließt Euch uns und allen Genoss*innen und Kolleg*innen an, die heute auf Demonstrationen, Kundgebungen oder digitalen Aktionen für den solidarischen Kampf von unten einstehen!

Für einen kämpferischen 1. Mai 2021

Wie schon im letzten Jahr können wir den 1. Mai als Kampftag der Arbeiter*innenbewegung nicht so begehen wie wir es gewohnt sind. Statt großen Demonstrationen und Kundgebungen in unseren Städten und Nachbarschaften, sind es nun kleine dezentrale oder digitale Veranstaltungen, die wir heute durchführen. Dabei brauchen wir den 1. Mai gerade dringender als je zuvor.

Während der Coronapandemie hat sich der Druck auf die Lohnabhängigen und auf uns Arbeiter*innenkinder und -jugendliche massiv erhöht. Während Großkonzerne wie Lufthansa oder TUI Milliardenzuschüsse vom Staat kassieren, nur um dann trotzdem tausende Mitarbeiter*innen auf die Straße zu setzen, sind viele von uns arbeitslos oder auf Kurzarbeit. Dass Konzerne wie BMW das staatliche Kurzarbeiter*innengeld beziehen hält sie nicht davon ab, massive Dividenden an die Aktionär*innen auszuzahlen.

Im komplett überlasteten Gesundheitssystem arbeiten immer weniger Pflegekräfte für miese Löhne konstant an ihrer Belastungsgrenze oder darüber hinaus, weil die Privatisierung der Krankenhäuser unsere medizinische Versorgung den Gesetzen des Profits unterworfen hat statt sie als öffentliche Daseinsfürsorge zu begreifen.

Diejenigen von uns, die noch nicht in die Lohnarbeit entlassen wurden, sondern sich mit Schule oder Studium herumschlagen, spüren diesen Druck ebenso: In den politischen Debatten um die Pandemiebekämpfung werden wir nur als passive Verhandlungsmasse bei der Abwägung zwischen Infektionsschutz und der Arbeitsfähigkeit unserer Eltern behandelt.

Aber es regt sich auch gesellschaftlicher Widerstand: Solidarische Mieter*inneninitativen in Berlin und anderen großen Städten in Deutschland haben nicht nur den Kampf für einen bundesweiten Mietendeckel, sondern sogar die Vergesellschaftung der großen Immobilienkonzerne auf die politische Agenda gesetzt. Gleichzeitig kämpfen die Kolleg*innen der IG Metall gerade mit Protestaktionen und Warnstreiks für die längst überfällige Angleichung der Löhne in Ost und West und junge Menschen überall engagieren sich für Klimagerechtigkeit, Feminismus und Antirassismus.

Diese vielzähligen aber häufig getrennt voneinander stattfindenden Kämpfe miteinander zu verbinden wird auch in Zukunft die Aufgabe der sozialistischen Linken sein. Deshalb schließt Euch uns und allen Genoss*innen und Kolleg*innen an, die heute auf Demonstrationen, Kundgebungen oder digitalen Aktionen für den solidarischen Kampf von unten einstehen!

Für einen kämpferischen 1. Mai 2021!