Das war der Bundesausschuss in Magdeburg!

24.09.2013: Am Wochenende kamen vom 21.-22.09.2013 Delegierte aus dem ganzen Land in Magdeburg zum Bundesausschuss der SJD - Die Falken zusammen.

Inhaltliche Schwerpunkte waren das Thema Prävention und Umgang mit sexualisierter Gewalt sowie die Beratung des Arbeitsprogramms der Kinder- Jugend- und Bildungspolitischen Kommission. Der von den Magdeburger Falken hervorragend organiserte Bundesausschuss war der erste, der von der Doppelspitze des Verbands, Josephin Tischner und Immanuel Benz, eröffnet wurde.

Zur Einleitung in den Schwerpunkt "sexualiserte Gewalt im Jugendverband" hielt Holger Specht von inmedio ein Inputreferat. Der Vortrag und die anschließende Diskussion bildeten die Grundlage für eine intensive Beratung des Antrags "Sexualisierte Gewalt - Prävention, Umgang und Verständnis" aus dem Landesverband Berlin. Als sozialistischer Kinder- und Jugendverband, der Herrschaft kritisiert und Sexismus bekämpfen will, müssen wir uns bewusst mit sexualisierter Gewalt auseinander setzen. Auch im Interesse unserer pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen beschäftigen wir uns mit den Formen und Auswirkungen sexualisierter Gewalt sowie mit Unterstützungsmöglichkeiten. Die Frage, wie wir gemeinsam miteinander leben wollen, muss dabei gerade für Zeltlager und Gruppenstunden immer wieder beantwortet werden. Wir wissen: Dafür braucht es klare Übereinkünfte im Umgang mit Grenzüberschreitungen und speziell angepasste Präventionskonzepte für die unterschiedlichen Zusammenhänge unserer pädagogischen Praxis.

BA-Delegierte in Magdeburg

Ebenfalls beraten und beschlossen wurden an diesem Wochenende die Leitlinien der Kinder-, Jugend- und Bildungspolitischen Kommission. Der Antrag "Platz da, jetzt kommen wir - für eine revolutionäre Jugendpolitik" macht sich stark für die Interessen von Kindern und Jugendlichen sowie für Freiräume zur Selbstorganisation und Möglichkeiten zur Mitbestimmung. Kinder und Jugendliche lernen im kapitalistisch-bürgerlichen System unter Druck zu funktionieren, statt ihre Bedürfnisse zu erkennen und zu formulieren. Entsprechend ihrer Funktion als zukünftige Arbeitskräfte und gegenwärtige Konsument*innen stehen ihnen in der Freizeit nicht annähernd ausreichend unverzweckte Freiräume zur Verfügung. Sie werden in dieser Gesellschaft nicht als demokratische Subjekte für voll genommen, ihre Bedürfnisse sind nicht in ausreichender Weise Maßstab politischer Entscheidungen. Das muss sich ändern! Daher tragen wir unsere Ansätze der sozialistischen Erziehung, die Kinder als kritische und solidarische Subjekte anerkennen und fördern, in aktuelle Debatten und setzen uns weiterhin für echte Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern ein. Daher kämpfen wir für eine ernsthafte Jugendpolitik, die sich tatsächlichen an den Bedürfnissen junger Menschen orientiert und für eine ausfinanzierte Jugendverbandsarbeit, die ihnen den Raum zur Selbstbestimmung bietet.

Am Rande des BA wurde zudem in zahlreichen gliederungsübergreifenden und bundesweiten Arbeitsgruppen an der innerverbandlichen Vernetzung und den Vorhaben der nächsten Jahre, wie der Verbandswerkstatt Sozialistische Erziehung (28.5.-1.6. 2014), gearbeitet. Im Abendprogramm konnten ehemalige Bundesvorstandsmitglieder und Bundessekretäre stimmungsvoll verabschiedet werden.

Alle Beschlüsse des Bundesausschusses finden Falken-Mitglieder im Extranet, schon bald werden sie auch hier unter den Positionen bereit gestellt.

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