Gegen Stoiber hilft Wählen!

06.09.2002: Falken fordern Jugendliche auf zur Wahl zu gehen

"Wählen gehen tut nicht weh, dauert vielleicht fünf Minuten - und es sieht ja keiner." Mit der Aufforderung, am 22. September auf dem Weg zum Badesee noch schnell im Wahllokal ein wohl durchdachtes Wahlkreuz zu hinterlassen, will Veit Dieterich vom Bundesvorstand der SJD - Die Falken auch die noch wahlskeptischen Jugendlichen zum Wählen motivieren. "Viele möchten sich nicht recht entscheiden, ob überhaupt und wem am 22. September die Stimme zu geben sei." Die "halbgare Bilanz" von vier Jahren rotgrüner Regierungspolitik würde zeigen, dass Wahlen allein längst nicht genug ändern. Die Falken wollen auch zukünftig Druck für eine andere Politik machen. "Wer Stoiber nicht will, muss wählen gehen. Eine rotgrüne Parlamentsmehrheit lässt sich besser zum Jagen tragen," stellt Veit Dieterich fest.

Die "Falken" begrüßen die Regelungen für gleichgeschlechtliche Partnerschaften, das Gebot zu gewaltfreier Erziehung, die Reform des Betriebsverfassungsgesetzes ebenso wie den Elternurlaub und die Verbesserungen in der Umwelt- und Landwirtschaftspolitik als Schritte der rotgrünen Bundesregierung in eine progressive Richtung. "Die Richtung stimmt, nur die Schritte waren zu zaghaft. Auf diesem Weg muss in den nächsten vier Jahren weitergegangen werden. Wir brauchen eine moderne Politik und keine konservativen Werte-Neurotiker, die offensichtlich nur per Gerichtsbeschluss dazu gezwungen werden können gesellschaftliche Realitäten anzuerkennen", meinte der stellvertretende Vorsitzende Thomas Oppermann nach der Bundesvorstandssitzung der Falken.

Kritisch beurteilt der Bundesvorsitzende Marten Jennerjahn in einer persönlichen Erklärung zur Wahl das Programm der CDU/CSU. "Vier Jahre nach dem auch durch uns unterstützten Regierungswechsel und der Abwahl der Konservativen schicken sich die gleichen Kreise an, formiert um ihren christ-sozialen Frontmann Stoiber zu einem konservativen "Roll back" zu blasen. Dies gilt es bei aller Kritik an der sozialdemokratisch geführten Bundesregierung mit Entschiedenheit zu verhindern. Konservativen PolitikerInnen, die mit der Zuwanderungsdebatte Angst schüren, sozialpolitische und ArbeitnehmerInnen-orientierte Errungenschaften zurücknehmen wollen, die Bildung und Ausbildung noch stärker auf Leistung und die einseitigen Bedürfnisse der Wirtschaft ausrichten werden und für die SozialhilfeempfängerInnen lediglich als Streichpotential existieren, wollen wir nicht die Gestaltung unserer Gegenwart und die Sicherung unserer Zukunft anvertrauen."

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