Say the dirty word ... Socialism!
03.03.2004: laut werden und die Welt verändern. Aus der Flyer-Serie "laut werden" zur Mitgliederkampagne.
Warum wir SozialistInnen sind?
Wir haben es satt in der Schule Dinge zu lernen, die uns Andere vorschreiben. Wir wollen nicht in Prüfungen und bei Bewerbungen miteinander konkurrieren, aneinander gemessen und ausgesiebt werden. Wir sind sauer, weil unsere Azubi-Vergütung nicht für ’ne eigene Wohnung oder einen fahrbaren Untersatz reicht. Wir haben keine Lust darauf unsere Freizeit in Bushäuschen zu verbringen und auch nicht darauf, dass Spaß fast nur noch für Geld zu haben ist.
Wir wollen keinen Krieg
Wir wollen nicht in den Krieg ziehen, auch nicht "gegen Terror" und "für Menschenrechte", denn wir wissen, dass dabei mit Bombe und Gewehr um wirtschaftliche und politische Machtpositionen gekämpft wird.
Unsere Kritik ist eine sozialistische
Wo wir die Gründe für all dies benennen, wird unser Ärger zu einer sozialistischen Kritik. Sozialismus ist für uns mehr als nur ein Traum vom besseren Leben.
Wir nennen die Verhältnisse beim Namen: Kapitalismus
"Marktwirtschaft" schafft Armut, denn ein gutes Leben für alle Menschen ist nicht der Zweck von Warenproduktion. Produziert wird nicht für einen konkreten Reichtum - eine Pizza, die schmeckt, ein Buch, das sich zu lesen lohnt. Produziert wird für abstrakten Reichtum. Allein für die fetten schwarzen Zahlen in den Bilanzen laufen Rechner und Maschinen. Produziert wird für den Verkauf und nicht um Bedürfnisse zu befriedigen. Daher stehen Häuser leer, obwohl es Menschen am Dach überm Kopf mangelt. Deshalb werden Lebensmittel vernichtet, obwohl Leute hungern.
Wer nicht ausgebeutet werden kann ist im Kapitalismus überflüssig
Und aus den gleichen Gründen sind Millionen von Arbeitslosen zum Nichtstun verurteilt, während Andere die x-te Überstunde schieben. Arbeit findet nämlich nur statt, wenn sie sich rechnet. Ginge es um ein besseres Leben für alle, würde man sich die Arbeit teilen und alle hätten mehr Zeit für Muße, für Bildung, für Kinder... Aber in der "Marktwirtschaft" geht's um Profit, und da muss man aus der Arbeit von Wenigen ein Maximum an Gewinn herausholen. Wer nicht profitabel ausgebeutet werden kann ist im Kapitalismus überflüssig.
Werdet wild und tut schöne Dinge
Als Sozialistische Jugend wollen wir eine andere Gesellschaft. Auf Dauer gilt es, "alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist."
- Als Sozialistische Jugend formulieren wir unsere Interessen und kämpfen um die Orte unseres Vergnügens. Der Schließung von Jugendzentren und Freibädern stellen wir uns in den Weg.
- Wir helfen Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchen und organisieren Demos gegen den Krieg.
- Wir sind dort zu finden, wo sich Jugendliche für bessere Bildung und Ausbildung einsetzen und wo für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen gestreikt wird.
- Sozialismus heißt für uns, durch unser gemeinsames Handeln Mut zu fassen und Formen der Gegenwehr zu finden. In unseren Zeltlagern und Gruppenstunden vor Ort suchen wir Möglichkeiten eines anderen Zusammenlebens.
- Sozialismus heißt aber auch, sich weltweit mit all denen zu solidarisieren, die unsere Ideen teilen und deshalb den gleichen Kampf an anderen Orten führen.






