Gegen die Ausgrenzung
17.05.2010: 20 Jahre Internationaler Tag gegen Homophobie!
Vor nunmehr 20 Jahren, am 17. Mai 1990, beschloss die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen. Diese schon lange notwendige Entscheidung war der Grundstein für den heutigen Tag gegen Homophobie.
Erst 1994 wurde in Deutschland der §175 StGB gestrichen, ein Paragraf, der sexuelle Handlungen unter Männern unter Strafe stellte und verbot. Doch selbst nach Einführung des allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) bleibt eine breite gesellschaftliche Akzeptanz gegenüber Homosexuellen in Deutschland aus.
Schwule und Lesben haben aufgrund der Gesellschaft, in der sie leben, oftmals Angst vor ihrem Coming-out. Lesben sind als Frauen nicht nur sexistischen sondern gleichsam auch homophoben Anmachen auf der Straße ausgesetzt. "Schwul" bleibt ein Schimpfwort unter Jugendlichen - und ist dabei keine Bagatelle, sondern ein Angriff auf das Selbstbestimmungsrecht vieler Menschen. Körperliche Gewalt gegen Schwule in der Öffentlichkeit nimmt seit Jahren zu. Schwule und Lesben werden immer noch in Staaten abgeschoben, in denen homosexuelle Handlungen mit Folter und dem Tod bestraft werden.
Wir Falken leisten dagegen weiterhin emanzipatorische und queere Aufklärungsarbeit, ob in der Gruppenstunde, den Zeltlager oder als Öffentlichkeitsarbeit. Wir wissen, dass Mitleid oder bestürztes Kopfschütteln nicht helfen, wenn danach Wegschauen angesagt ist! Queere Lebens- und Liebesweisen brauchen Solidarität! Homophobie geht alle an, die eine bessere, gleiche und freie Gesellschaft anstreben.







