Ihr könnt gar nicht genug streiken!
23.05.2009: Resolution der Bundeskonferenz: Solidarität mit den Streikenden!
Die Sozialistische Jugend Deutschland - Die Falken unterstützen den Arbeitskampf der ErzieherInnen, SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen für einen Gesundheitstarifvertrag.
Bereits bei den Entgeltverhandlungen im Januar 2009 wurden die kommunalen Arbeitgeber mit den Forderungen von ver.di nach einem Tarifvertrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung konfrontiert. Bis heute haben die Arbeitgeber noch nicht erklärt, ob sie überhaupt bereit sind zum Thema Gesundheitsförderung Verhandlungen aufzunehmen.
Es ist an der Zeit dass Bewegung in die Sache kommt und das Ergebnis der Urabstimmung vom 07. Mai mit mehr als 89% macht deutlich wie groß der Wunsch ist hier endlich vernünftige Arbeitsbedingungen zu schaffen.
Es sind nicht die Kinder und Jugendlichen in den Einrichtungen die krank machen, es sind die sich permanent verschlechternden Arbeitsbedingungen, erhöhte Anforderungen, Stellenabbau, unzureichende Ausstattungen bei miserabler Bezahlung. Unter dem Gesichtspunkt von Chancengleichheit und frühkindlicher Förderung findet eine immer weiter um sich greifende Verschulung der Arbeit in den Einrichtungen statt. Für diese steigenden Anforderungen steht nicht mehr Personal zur Verfügung. Gleichzeitig wird schon fleißig an der Umsetzung der Betreuung von Kindern unter 3 Jahren gearbeitet, was in vielen Einrichtungen zu massiven Veränderungen von Gruppenstrukturen und Arbeitsformen führt.
Diesen und anderen Entwicklungen in der Kinder- und Jugendarbeit stellen wir uns entgegen und sprechen den streikenden Erziehern und Erzieherinnen unsere Solidarität aus. Angesichts des Nicht-Handelns der kommunalen Arbeitgeber und der nach wie vor großen Unkenntnis über die realen Arbeitsbedingungen, könnt ihr gar nicht genug streiken.






