Solidarität mit den Streikenden im öffentlichen Dienst
08.03.2006: Der Bundesausschuss der SJD - Die Falken beschließt Solidarität mit den Streikenden im öffentlichen Dienst.
Die öffentlichen Arbeitgeber versuchen, eine Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich, also eine Lohnkürzung durchsetzen. Die berühmten, momentan geforderten "18 Minuten pro Tag" sind, aufs Arbeitsleben hochgerechnet, zwischen 2.500 und 3.000 Arbeitsstunden, oder auch 1,5 bis 2 Jahre unbezahlter Zusatzarbeit.
Die öffentlichen Arbeitgeber begründen dies mit ihrer knappen Haushaltslage - als ob die Politik nicht selber beschließen würde, wie hoch Steuern und Verschuldung sind, wofür das Geld ausgegeben wird. Die Tarifauseinandersetzung wird dadurch verschärft, dass zunehmend Streikbrecher (ob durch 1 € Job oder einfach Fremdfirmen) eingesetzt werden. Hiergegen streiken die im öffentlichen Dienst angestellten Kollegen.
Den streikenden Kollegen gilt unsere Solidarität, denn Solidarität ist eine Waffe. Weil jedeR Falke auch einE GewerkschaftlerIn ist - irgendwann auch umgekehrt gelten soll, das jedeR GewerkschaftlerIn einE FalkIn ist, sollen die Falkengliederungen vor Ort ihre Solidarität praktisch zeigen. Wenn die Streikkette stehen muss, um den Streikbruch zu verhindern, wenn auf Demonstrationen Flagge gezeigt werden muss, wenn im Streikzelt der Kaffee leer ist - dann sind wir gefordert, das unsere zu tun.
Allerdings reichen die Forderungen der ver.di nicht aus. Arbeitszeitverkürzung bei vollem Personalausgleich und mehr Lohn - das ist eine Kampfperspektive. Deswegen reichen Abwehrkämpfe gegen die immer dreisteren Anschläge auf die materiellen Lebensbedingungen der Lohnabhängigen nicht aus.






