Hintergrund - Kinderrechte

Seit über 100 Jahren setzen sich die Falken ein für die Rechte der Kinder und Jugendlichen - für Schutz, Förderung und Beteiligung - und dafür, Kinder und Jugendliche ernst zu nehmen!

Die Kinderrechte gehören ins Grundgesetz: im November 2009 feiert die UN-Kinderrechtskonvention ihren 20. Geburtstag. Die Zeit ist reif, die Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen! Ende Mai 2009, pünktlich zum 60. Geburtstag des Grundgesetzes haben wir in Karlsruhe schon mal vorgelegt und die Kinderrechte vor's Grundgesetz getragen!

Im KinderrechteCamp 2008 haben über 1.200 junge Menschen vier Tage lang in über 70 Workshops und mit Aktionen und Festen zu den Kinderrechten geforscht und diskutiert. Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt haben die Teilnehmenden den Stand der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland überprüft und Ideen entwicklt, wie die Kinderrechte besser umgesetzt werden können.
Hier gibt es Bilder zu gucken, die Nachschau zu lesen und auch einen Film zum Anschauen. Die wichtigsten Kinderrechte haben wir auf einem Plakat zusammengestellt. Und die Kinderrechte in verständlicher Sprache gibt es hier. Eine Übersicht über unsere zahlreichen Arbeitsmaterialien zu den Rechten der Kinder gibt es hier.

Die UN-Kinderrechtskonvention ist wie ein Haus. Es hat ein Dach (das Wohl des Kindes steht über allem), ein stabiles Fundament (Gültigkeit für alle Kinder, Pflicht zum Bericht und zur Bekanntmachung) und ruht auf drei Säulen: Schutz, Förderung und Beteiligung sind ein Dreiklang, der sich gegenseitig bedingt aber auch stützt. Starke Kinder, die sich beteiligen und die gewohnt sind, dass ihre Meinung relevant ist und gehört wird, wehren sich gegen Missbrauch und Manipulation und fordern Schutz und Förderung selbständig ein.

Aufgrund unseres Selbstverständnisses als ehrenamtlicher und selbstorganisierter Kinder- und Jugendverband betonen wir die dritte Säule des Kinderrechtehauses besonders, denn ein umfassend interpretierter Art. 12 der UN-KRK ist der Garant, um Kinder in allen sie betreffenden Angelegenheiten wirklich zu beteiligen und die Basis für ein gelungenes Miteinander auf Augenhöhe zu schaffen. Kinder entscheiden selbst, was sie betrifft! Das geht schnell über die Auswahl der Spielgeräte auf den Spielplätzen hinaus und dann fordern Kinder und Jugendliche Mitsprache und Gestaltungsspielraum auch für den Weg zum Spielplatz, den öffentlichen Nahverkehr im Stadtteil, den Lehrplan in der Schule und die Ausgestaltung des Zusammenlebens in der Gesellschaft. Partizipation ist kein alibimäßiges Abnicken vorgegebener Entscheidungen : Es muss wirklich etwas zu entscheiden geben und Kinder und Jugendliche müssen von Anfang an mitgestalten können. Informationsgleichstand und Transparenz sind genauso wichtig wie ein überschaubarer Zeitraum.

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