Ohne Wirkung

03.03.2008: Ein-Euro Jobs für junge Menschen nutzlos. Kritik der SJD - Die Falken wird bestätigt

Ein-Euro-Jobs sind das quantitativ bedeutendste Element der sogenannten aktiven Arbeitsmarktpolitik. Über 750.000 Menschen haben 2007 einen solchen Job angetreten. Nun hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit sehr intensiv die Wirkung dieser Maßnahmen erforscht.

"Die Ergebnisse zeigen glasklar, dass Ein-Euro-Jobs für junge Menschen bestenfalls als Instrument zur Überprüfung der Arbeitsbereitschaft hilfreich sind", äußert Sven Frye, Bundesvorsitzender der SJD - Die Falken. "Für unter 25-jährige konnte das Institut keinerlei Eingliederungseffekt durch die Beteiligung an einer solchen Maßnahme nachweisen."
Aer auch für andere Gruppen waren die Effekte sehr gering: lediglich bei deutschen Frauen mit Migrationshintergrund - einer relativ kleinen Gruppe an der Gesamtzahl der TeilnehmerInnen - ließ sich ein positiver Effekt feststellen.

"Das Ergebnis ist entlarvend", fährt Sven Frye fort. "Wir fordern: Schluss mit den Ein- Euro-Jobs. Das dafür aufgewendete Geld soll lieber in Maßnahmen fließen, die die Eingliederung des betroffenen Personenkreises in den ersten Arbeitsmarkt wirklich erhöhen. Ein-Euro-Jobs dürfen nicht nur als Drohmittel gegenüber Arbeitslosen eingesetzt werden. Das ist unwürdig."

Die Studie ist zu finden unter: www.iab.de

(Aktuelle Analysen und Kommentare aus dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. IAB-Kurzbericht 2/2008)

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