Mut zum Träumen. Mut zum Kämpfen. Wider die kapitalistische Logik.
21.05.2007: 32. Bundeskonferenz der Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken hat im Mai 2007 in Bielefeld stattgefunden.
Wir danken allen, die zu ihrem erfolgreichen Gelingen beigetragen haben.
Wahlen auf der Bundeskonferenz
1. Die Bundeskonferenz hat mit überwältigender Mehrheit den Berliner Sven Frye zum Bundesvorsitzenden wiedergewählt.
2. Im Anschluss wurde die stellvertretende Bundesvorsitzende und Falken-Ring-Leiterin Barbara Klatzek, Mittelrhein, gewählt. Ihr zur Seite stehen Eric Schley, Sachsen, und Immanuel Benz, Hessen-Süd, für die Arbeit des Falken-Ringes, der sich mit dem KinderrechteCamp 2008 viel vorgenommen hat.
3. Zu BeisitzerInnen des Rings der Sozialistischen Jugend wurden Conny Paatzsch, (KV Leipzig) Jo Wältermann(KV Düsseldorf) Kai Nimiczek (KV Schwerin) und Stephan Köker(KV Köln) gewählt.
4. Mit der Wahl von Stefan Krämer (BZ Niederrhein) zum Referenten für die Kinder- und Jugendpolitische Kommission, Nadine Veiser (LV Mecklenburg-Vorpommern) für die Mädchen- und Frauenpolitische Kommission und Tim Schrock (BZ Niederbayern/Oberpfalz) für Internationales ist der Bundesvorstand komplett und für die nächsten zwei Jahre gut aufgestellt.
Beschlüsse der Bundeskonferenz
(organisationsinterne Beschlüsse für Mitglieder im Extranet)
1. Die Bundeskonferenz hat einstimmig die Solidarität mit den Streikenden der Telekom beschlossen. Bei einem Besuch von 40 Streikenden am Samstag vormittag am Konferenzort, konnte diese Solidarität auch direkt an die KollegInnen ausgesprochen werden.
2. Die Konferenz hat sich eindeutig für die Fortsetzung der Mädchen- und Frauenpolitischen Arbeit entschieden. Der Antrag, stattdessen ein Genderreferat beim Bundesvorstand einzurichten, wurde abgelehnt.
3. Die Konferenz hat den Leitantrag des Bundesvorstandes beschlossen, der die Arbeitsschwerpunkte der nächsten zwei Jahre umreisst. Der Bundesverband setzt dabei auf die Arbeitfelder Feminismus, Bildung, Kinderrechte und Soziale Teilhabe.
4. Die Delegierten sprachen sich eindeutig für die vollständige und vorbehaltlose Umsetzung der UN - Kinderrechte aus. Schwerpunkt der Arbeit in den nächsten Jahren wird die partizipative Mitgestaltung des Berichtes für den UN-Ausschuss zum Stand der Umsetzung sein. Daneben werden die Falken den Kampf für die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz aktiv führen.
5. Am letzten Tag der Bundeskonferenz der SJD - Die Falken wurde der Antrag des Queerforums zur Heteronormativität in Gesellschaft und Verband behandelt. In der kurzen Diskussion wurde deutlich gemacht, dass die Falken als Erziehungsverband dieses bisher "unterbelichtete" Thema in der verbandlichen Bildungsarbeit dringend verstärkt behandeln müssen.
Die Konferenz beschloss anschließend den Antrag mit großer Mehrheit.
Foren
Am Freitag haben sich Diskussionsforen zu folgenden Themen getroffen:
- Arbeit
- Bildung
- Kinderrechte
- Feminismus
Es waren dazu GesprächspartnerInnen aus Politik und Wissenschaft anwesend.
Gäste und Grußworte
Die Konferenz konnte neben den grüßenden Gästen noch viele weitere Gäste und Altfalken, darunter viele ehemalige Bundesvorsitzende, begrüßen.
Grußworte hielten:
- Wolfgang Rohde, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG-Metall, sprach über gewerkschaftliche Alternativen für eine solidarische Politik. "Glaubt man den Versprechungen der Neoliberalen, stehen den Jugendlichen heute alle Türen offen. Leider sieht die Realitiät anders aus. "Ihr werdet nicht gebraucht" diese Botschaft erhalten sie."
- Hermann Weber, Autor des Buches "Prinzip Links", hielt ein inhaltliches Grußwort, in dem er seine Freude über das Engagement junger Menschen für eine sozialistische Gesellschaft mit seinen eigenen Kämpfen für dieses Ziel verband.
- Gabriele Heinicke, Vorstandsmitglied im Republikanischen Anwaltsverein, gibt der Konferenz ein Input zum "Staatsumbau und Demokratieabbau in der Bundesrepublik". "
- Helga Gießelmann, Vorsitzende des SPD UB Bielefeld
- Ute Schäfer, Parteivorstand SPD NRW
- Reiner Wend, MDB SPD
- Kai Niebert, Vorsitzender Naturfreundejugend
- Dirk Neumann, DGB Jugend
- Tony Nasser, Internationaler Referent der Noar Oved, Israel
- Horst Grube, Bürgermeister der Stadt Bielefeld, SPD
- Tamsin Pearce, Generalsekretärin der IFM-SEI
- Ania Skrzypek, Generalsekretärin der ECOSY
- Torsten Engelage, Vorsitzender der SJÖ
- Noa Leibel, Hashomer Hatzair, Israel
- Firas Kawalid, Arab Youth Movement, Israel
- Maurice Claessens, IUSY
Einblicke in die Konferenz
Hier geht es zu frischen Bildern von der Konferenz, damit ihr euch ein Bild von den intensiven Diskussionen im Plenum und im Hof und den Gesprächen am Abend machen könnt.
Wider die kapitalistische Logik.
Die Verschärfung der gegensätzlichen gesellschaftlichen Interessen nimmt rasant zu. Die wachsenden Ungleichheiten, die polarisierende Verteilung von gesellschaftlichen Ressourcen entwickelt sich zu der entscheidenden sozialen Frage des 21. Jahrhunderts. Die Ausweitung von unsicheren Beschäftigungs- und Lebensverhältnissen, die sogenannte Prekarisierung ist nur eine Erscheinungsform dieser Entwicklung. In der Debatte um die Prekarisierung tritt häufig die Wurzel des Übels - der Kapitalismus - in den Hintergrund.
Die Wurzel des Übels: Der Kapitalismus
Die große gesellschaftliche Akzeptanz, mit der das Prekarität zur Kenntnis genommen wird, ist Besorgnis erregend. Zu häufig wird die Debatte auf eine Scheindebatte um Begrifflichkeiten reduziert. Für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu streiten war stets die Aufgabe der ArbeiterInnenbewegung. Gegenwärtig müssen wir aber feststellen, dass über Jahrzehnte erkämpfte ArbeitnehmerInnenrechte und gesellschaftliche Teilhabemöglichkeiten wieder reduziert werden. Beispielsweise werden unter dem Dogma "Sozial ist, was Arbeit schafft" der Jugendarbeitsschutz und Kündigungsschutz leichtfertig zur Diskussion gestellt. Lebensbedingungen von Familien und somit im besonderen Maße von Kindern und Jugendlichen verschlechtern sich zunehmend. Offen werden Kinder als Armutsrisiko Nummer eins diskutiert.
Mut zum Träumen. Mut zum Kämpfen.
Wir als Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken sind nicht bereit, die uns ständig suggerierte Alternativlosigkeit oder den angeblichen Handlungsdruck zu akzeptieren. Die gesellschaftlichen Veränderungen wollen wir hinterfragen und auf sie mit klaren politischen Forderungen, als Selbstorganisation von und für Kinder und Jugendliche, antworten.






