Armut hat ein junges Gesicht!
Wir wollen Löhne, von denen wir leben können.
Flugblatt zum Mindestlohn.
Massenarbeitslosigkeit - und damit auch Jugendarbeitslosigkeit - ist keine kurzfristige Erscheinung. Viele Eltern, auch der Kinder und Jugendlichen, die sich in unserem Verband organisieren, sind von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen oder arbeiten in unsicheren, sog. "prekären" Beschäftigungsverhältnissen. Selbst junge Erwachsene starten ihr Arbeitsleben in unsicheren Beschäftigungsbedingungen oder sind von Arbeitslosigkeit betroffen.
Junge Menschen sind besonders auf Schutz vor extremer Ausbeutung in prekärer Arbeit angewiesen.
Die gesellschaftliche Ausgrenzung, die mit der Arbeitslosigkeit einhergeht, aber auch die Angst vor ihr, prägen das Aufwachsen vieler Kinder und vererben sich als Tendenz zu gefestigter Armut. Diese Lebenssituation beschränkt ihre Lebensplanungen und ihre Möglichkeiten gesellschaftlicher Partizipation. Die Konsequenzen der Massenarbeitslosigkeit sind gerade für Kinder und Jugendliche nicht hinnehmbar.
Mindestlohn - das Mindeste
Ein Mindestlohn kann helfen, immer größer werdenden Lohnunterschieden entgegen zu wirken und Lohndiskriminierung zu reduzieren. Jedoch kann ein Mindestlohn, der über der allgemeingültigen Armutsgrenze liegen muss, nur die unterste Stufe der Entlohnung sein. Als Mindeststandard soll er Arbeitskräfte schützen, bei denen der ausgehandelte Lohn ein Armutslohn ist oder dort, wo gar keine Tarifverträge existieren. Für uns Falken steht der Mensch als Ganzes im Mittelpunkt und nicht das Interesse an seiner objektiven Verwertbarkeit.
Als Kinder- und Jugendverband, als Lohnabhängige und als diejenigen, die ihr Leben solidarisch gestalten wollen ohne zu buckeln und zu treten
- unterstützen wir die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn.
- halten wir an der Forderung nach Arbeitszeitverkürzung fest, denn Arbeit muss sinnvoller und gerechter verteilt werden.
- ist für uns der Kündigungsschutz ein Grundpfeiler der Arbeit in Würde und muss im vollem Umfang gesichert werden.
- fordern wir weiterhin die Rücknahme der sogenannten Hartz-Gesetze.
- sind für uns prekäre Beschäftigungsverhältnisse nicht akzeptabel.
Wir solidarisieren uns mit dem Kampf der Gewerkschaftsbewegung für einen Mindestlohn. Denn Mindestlöhne können einen wichtigen Beitrag zur Existenzsicherung leisten. Wir fordern heute einen Arbeitslohn, der zum Leben reichen muss. Deswegen sind wir für einen gesetzlichen Mindestlohn, für ordentliche Arbeitsbedingungen und Mitbestimmung am Arbeitsplatz.






