Kinder brauchen Zukunftschancen - keine christliche Wertedebatte

Fehlstart für das "Bündnis für Erziehung"

"Wert"volle Erziehung gibt es auch bei uns

"Das war ein eklatanter Fehlstart", äußert der Bundesvorsitzende der SJD - Die Falken, Sven Frye, zu dem von Bundesministerin Ursula von der Leyen gegründeten "Bündnis für Erziehung".

Respekt, Toleranz oder Hilfsbereitschaft hat die Kirche nicht erfunden

Wenn heute über wertorientierte Erziehung in unserer Gesellschaft gesprochen wird, dann darf der Blick nicht verengt auf christliche Werte gerichtet sein. Es bleibt unerklärlich, weshalb dieses Bündnis seine Arbeit unter Ausgrenzung weiter Teile der Gesellschaft aufnimmt. Wer heute bei einer so wichtigen Frage die beiden christlichen Kirchen zu exklusiven Bündnispartnern macht, schließt einen großen Teil der Gesellschaft, nämlich die nicht oder anders religiös gebundenen Menschen, aus. Wenn das Bündnis nicht kläglich scheitern soll, dann muss es umgehend auf eine gesellschaftlich repräsentative Basis gestellt werden.

Die UN-Kinderrechtskonvention formuliert nicht ein Recht des Kindes auf religiöse Orientierung sondern das "Recht des Kindes auf [...] Religionsfreiheit", und das Recht der Eltern, das "Kind bei der Ausübung dieses Rechts [...] zu leiten" [Art. 14 (1,2)].

Auf junge Stimmen hören

Ein Bündnis für Erziehung muss daher auch die Jugendverbände als zentrale Form der Selbstorganisation von Kindern und Jugendlichen, mit einbeziehen. Sie tragen wesentlich zu Bildung und Beteiligung von Kindern in der Gesellschaft bei. Der beklagte Mangel an "wert"-vollem Verhalten ist durch viele Faktoren bedingt. Dazu gehören auch die geringen Zukunftschancen von Kindern in der Gesellschaft.

Kinder brauchen Zukunftsperspektiven

Diese Chancen zu verbessern, kann nur mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam gelingen. Dazu braucht es ein breites demokratisches Werte-Spektrum, statt eine Dominanz religiöser oder "westlicher" Werte.

Für Nachfragen steht Clara Rienits (030-261 030-14) gerne zur Verfügung.