Wir wollen das ganze Leben!
04.10.2009: Anders als vielfach in Politik und Medien behauptet, erleben wir momentan nicht die erste wirkliche globale Krise des Kapitalismus.
Die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise ist ein weiterer Beleg für die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus und Folge des Denkfehlers, zu erwarten, dass durch die Profite oben Wachstum und damit Ressourcen für die Verteilung nach unten entstehen. Trotz rasanter wirtschaftlicher Entwicklungen, Produktionsfortschritten und steigenden Bruttoinlandsprodukten hat sich die Schere zwischen Arm und Reich, auch zwischen sog. erster und dritter Welt, vergrößert. Das Anwachsen des Reichtums einiger weniger ging vor allem auf Kosten der Mehrheit der Menschen. Unsichere Arbeitsverhältnisse, offensives Lohndumping, Zunahme der Kinderarmut und die Nichtachtung der ökologischen Nachhaltigkeit sind konkrete Auswirkungen der Krise weltweit. Weltweit werden Veränderungen im gesellschaftlichen Zusammenleben unter den Stichworten unsichere Lebensverhältnisse, Flexibilisierung der Lebensgestaltung und einer massiven Individualisierung der Menschen beschrieben.
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