Initiierung und Unterstützung regionaler Mädchen- und Frauenaktivitäten

03.06.2003: BESCHLUSS der 30. Bundeskonferenz zur Mädchen- und Frauenarbeit der Falken

Für die Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken als emanzipatorischem Kinder- und Jugendverband bleibt mädchen- und frauenpolitische Arbeit von großer Wichtigkeit. Besonderes Augenmerk muss dabei auf der konkreten Arbeit in den Gliederungen liegen. Diese Arbeit gilt es zu fördern und zu initiieren. Um regionale Mädchen- und Frauenaktivitäten im Verband zu unterstützen, fordert die Bundeskonferenz den Bundesvorstand auf, diese konzeptionell zu unterstützen und zu begleiten.

Begründung:

Wir, die SJD - Die Falken verstehen uns als koedukativer Kinder- und Jugendverband. Als Erziehungsverband wollen wir durch gemeinsames Erleben und Leben im Kollektiv unsere Utopie einer demokratischen und sozialistischen Gesellschaft vorwegnehmen. Unter den Prinzipien Antizipation, Partizipation und Solidarität wollen wir gemeinsam für eine gerechte Welt kämpfen.

Traditionell führte der Bundesvorstand zur Unterstützung der Mädchenarbeit vor Ort bundesweit Mädchencamps durch. Diese entsprechen offenbar nicht mehr den Bedürfnissen der Gliederungen. Trotzdem besteht in vielen Gliederungen das Interesse eigene Aktivitäten in diesem Bereich durchzuführen. Dies scheitert manchmal aus verschiedenen Gründen. Oft fehlt die Zeit, neben der "Alltagsarbeit" Ressourcen für zusätzliche Aktivitäten zur Verfügung stellen. Klassisch ist, dass Mädchenarbeit hinten über kippt. Zugleich wird vielerorts das fehlende Know How beklagt. Es existiert Bedarf an Beratung und Austausch. Auch Vernetzung mit anderen Gliederungen ist oft erwünscht. So scheint es sinnvoll, auf regionaler und gliederungsübergreifender Ebene Mädchenaktivitäten durchzuführen.

(Bei einigen Enthaltungen einstimmig angenommen)