Die Unis gehören uns

08.03.2006: Beschluss des Bundesausschusses vom 4.3.2006 im Salvador-Allende-Haus (SBZ)

Gegen Studiengebühren aller Art!

Wir erklären uns ausdrücklich solidarisch mit allen Studentinnen und Studenten, Schülerinnen und Schülern, die sich aktiv gegen Studiengebühren aller Art engagieren. Unsere politische Unterstützung gilt dieser Tage vor allem den Besetzerinnen und Besetzern der Unis Bielefeld, Paderborn und Kiel. Auch wenn die Aktionen teilweise (auch durch die Polizei) bereits beendet sind, bleibt der Protest, gerade mit diesen kraftvollen, mutigen und ausdauernden Aktionen ein wichtiger Teil im Kampf für einen gerechten Zugang zu jeglicher Bildung. Studiengebühren sind immer unsozial, wir werden uns nicht der Verwertungslogik der Universitätsleitungen, Rektorate und Regierungen beugen!

Durch Studiengebühren werden Studierende dazu gezwungen, nach ökonomischen Kriterien ihr Studium zu gestalten. Lernen und Bildung werden nur noch unter dem Blickwinkel der Investition in Humankapital betrachtet. Somit ergibt sich für die Studierenden eine noch stärkere Notwendigkeit, sich den Marktanforderungen anzupassen. Dadurch wird ein an Konkurrenz ausgerichtetes Handeln gelernt, welches zur Übernahme ökonomischer Logik in sämtlichen Lebensbereichen führt. Studiengebühren sollen das Studium zu einer Investition der Studierenden in ihre spätere Verwertbarkeit durch Unternehmen und Staat machen.

Unsere Forderungen

  • Wir fordern alle Landesparlamente und Landesregierungen dazu auf, weder Studiengebühren per Gesetz zu beschließen noch versteckte Studiengebühren in Form von zusätzlichen Verwaltungsgebühren o. ä. zu erheben und bereits eingeführte Studiengebühren jeglicher Art abzuschaffen.
  • Wir fordern die Gliederungen unseres Verbandes auf, sich mit dem Thema "Bildung, Studium und Studiengebühren" zu beschäftigen und StudentInnen und SchülerInnen vor Ort nach Kräften und Möglichkeiten bei Aktionen, Demonstrationen etc. zu unterstützen.
  • Bildung ist keine Ware sondern ein Grund- und Menschenrecht!
  • Deshalb fordern wir:

Bildung für alle - und zwar umsonst!