Schluss mit der Gewalt gegen Frauen!

25.11.2017: Unser Statement zum internationalen Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen.

Schluss mit der Gewalt gegen Frauen!

Heute, dem internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen rufen wir Falken dazu auf gegen Unterdrückung, Gewalt und Ausbeutung aufzustehen! Im Kampf für eine gerechte Welt für alle treten wir ein für das Recht eines jeden Mädchens und einer jeder Frau auf ein Leben ohne Diskriminierung und jeglicher Form von Gewalt!

Allein in der Bundesrepublik Deutschland ist nach Angaben des Familienministeriums jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben körperlicher und/oder sexueller Gewalt ausgesetzt gewesen, hinzu kommen noch die Fälle von häuslicher und psychischer Gewalt. Im internationalen Bereich sind diese Zahlen ähnlich und in manchen Ländern traurigerweise noch viel höher. Besonders in Konflikten und kriegerischen Auseinandersetzungen werden Vergewaltigungen und andere Formen von Gewalt bewusst als Mittel der Kriegsführung eingesetzt, um den Gegner zu erniedrigen. Entweder richtet sich die Gewalt direkt gegen Frauen und Mädchen oder Jungen und Männer werden durch Penetration "zu Frauen gemacht". Auch auf der Flucht sind die meisten Frauen und Mädchen Gewalt ausgesetzt. Zudem erfahren Frauen weltweit täglich Gewalt in Form von Frauenhandel, Zwangsheirat, Sextourismus, Zwangsprostitution, Vergewaltigung und Genitalverstümmelung.

Dass in unserer Gesellschaft Frauen und ihre Körper als allgemeines Gut und Objekt betrachtet werden, zeigt auch der ebenfalls heute stattfindende "Roses Revolution Day", der Gewalt in der Geburtshilfe thematisiert, die oft als völligst legitim angesehen wird.

Egal welche Form von Gewalt ausgeübt wird, wir Falken begreifen jegliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen als Ausdruck patriarchaler Unterdrückung über die Macht ausgeübt wird. Die strukturelle Diskriminierung von Mädchen und Frauen zieht sich durch jede gesellschaftliche Sphäre. Von der Organisation der kapitalistischen Ökonomie und unseres Privatlebens, bis in die intimsten Bereiche unseres Daseins: Des Bewusstseins und der Zurichtung unserer Körper. Alles ist auf die Befriedigung männlicher Bedürfnisse ausgerichtet. Für uns ist der Kampf gegen das Patriarchat und für die Emanzipation und Gleichberechtigung aller Frauen ein integraler Bestandteil unseres sozialistischen Kampfes!

Zum internationalen Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen fordern wir daher in diesem Sinne:

  • Eine finanzielle Stärkung der Präventionsarbeit!
  • weitergehende Reformen des Sexualstrafrechts im Sinne einer Stärkung der Betroffenen von sexueller Gewalt. Hier wurden in den vergangenen Jahren einige wichtige Schritte zum Schutz und zur Aufklärung von Gewalt getan, doch weitere müssen folgen. Der Grundsatz "Nein heißt Nein" muss uneingeschränkt und für alle gelten!
  • Es muss erleichtert werden, nach Übergriffen fachlich gut und schnell beraten zu werden. Viele Betroffene schrecken vor einer Strafanzeige zurück, weil sie den Tathergang bei Polizei und Gericht wieder und wieder schildern müssen. Vor Gericht steht häufig nicht das Verhalten des Täters im Vordergrund, sondern das der Betroffenen, die beweisen muss wehrhaft genug gehandelt zu haben. Damit muss Schluss sein!