Rotgrün soll friedenspolitisch aktiver werden

07.10.2002: Falken diskutierten auf ihrem Bundesausschuss Forderungen zu den Koalitionsverhandlungen von SPD und Bündnis 90 ? Die Grünen

Die Falken forderten am Wochenende mehr friedenspolitische Initiativen von der zukünftigen rotgrünen Bundesregierung, um der zivilen Konfliktvermeidung Vorrang vor militärischen Lösungen zu geben. Dabei bekräftigten die Falken auch ihre Forderung nach Abschaffung der Wehrpflicht. Marten Jennerjahn, der Bundesvorsitzende der SJD - Die Falken, äußerte die Hoffnung, dass in den Koalitionsverhandlungen von SPD und Bündnis 90/ Die Grünen die Themen Frieden und soziale Gerechtigkeit die von den Wählern gewünschte Bedeutung erhalten.

In seiner Ansprache vor den rund 60 Delegierten aus 24 Bezirken und Landesverbänden des Jugendverbandes SJD ? Die Falken forderte Marten Jennerjahn, dass die rotgrüne Koalition ?aus den Fehlern der letzten Legislaturperiode lernt und den Mut findet, mit der Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von oben nach unten zu beginnen.? Er fügte hinzu: ?Wir Falken wollten keinen Bundeskanzler Stoiber und keine konservative geistig-moralische Wende. Dafür haben wir uns eingesetzt.?

Mit der Freude über den Wahlsieg von SPD und Bündnis 90 / Die Grünen verbinden die Falken die Hoffnung, dass die staatlichen Finanzen zukünftig über eine höhere Besteuerung großer Vermögen und Erbschaften so ins Reine gebracht werden, dass vor Ort mehr getan wird für Jugendarbeit, Sozialleistungen und Kultur. Sie fordern die Abschaffung von Steuerprivilegien für Großunternehmen, die Besteuerung internationaler Finanztransaktionen und Einsparungen im Rüstungshaushalt.

Auf ihrem Bundesausschuss verabschiedeten die Falken einen 19-Punkte-Katalog mit Forderungen zu den Koaltionsverhandlungen von SPD und Bündnis 90/ Die Grünen. Darin verlangen sie u.a. die Rücknahme der ?Sicherheitspakete? und eine konsequentere Migrationspolitik, die sich nicht an der ökonomischen Verwertbarkeit ausländischer Menschen orientiert, sondern allen, die hier leben, gleiche Rechte gewährt. Auch zukünftig wollen die Falken ihren Beitrag zu einer Politik der sozialen Gerechtigkeit leisten, indem sie Kinder und Jugendliche dazu ermuntern, ihre eigenen Interessen zu erkennen, zu formulieren und durchzusetzen.