Bundesfrauenkonferenz vom 25.-27.02.2011
16.02.2011: Vom 25.bis 27. Februar 2011 treffen sich Mädchen und Frauen zur Bundesfrauenkonferenz der Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken in Köln.
Die Frauenbewegung hat schon viel geschafft! Dennoch ist Geschlechtergerechtigkeit längst noch nicht in allen Lebensbereichen verwirklicht. Deshalb ist es wichtig, weiterhin gesellschaftliche Verhältnisse zu hinterfragen, Benachteiligen konkret aufzuzeigen, Frauen zu stärken und Beteiligungsdefizite abzubauen.
Do it yourself: Feminism!
So lautet das Motto der diesjährigen Bundesfrauenkonferenz der SJD - Die Falken. Damit sind alle Mädchen und Frauen aufgefordert, sich zusammen zu schließen und für die eigenen Rechte zu kämpfen.
Judith Fiebelkorn, Mädchen- und Frauenpolitische Referentin der Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken: "Mädchen und Frauen sind vielfältig und lassen sich nicht in stereotype Rollen pressen. Gerade Jüngere müssen deshalb lernen laut zu sagen, was sie selber wollen. Nach wie vor haben Frauen schlechtere Aufstiegschancen und werden schlechter bezahlt als Männer. Dadurch werden devote Rollen von Frauen weiter gefestigt. Die zunehmende Pornographisierung der Gesellschaft setzt Mädchen und Frauen zusätzlich unter Druck."
Die Bundesfrauenkonferenz der SJD - Die Falken ist der Ort, an dem sich Mädchen und Frauen gegen den gesellschaftlichen Druck wehren und es grundsätzlich ablehnen ihre Körper in "normal", "hässlich", "schlank" oder auch "behindert" usw. zu klassifizieren.
Bei dem Bestreben nach einer geschlechtergerechten Gesellschaft sind wir Falken aber auch durchaus selbstkritisch: "Auch bei uns sind noch so manche Gremien überwiegend durch Männer besetzt. Und auf unseren Konferenzen ergreifen immer noch mehr Jungen als Mädchen das Wort. Auch das werden wir Frauen ändern!", kündigt Judith Fiebelkorn an.
| Bundesfrauenkonferenzen der SJD - Die Falken
Durch die Thematisierung der "Frauenfrage" in der zweiten Frauenbewegung begannen auch die Falken verstärkt in den 70er Jahren, über Mädchen- und Frauenpolitik zu diskutieren. So kam es 1979 zur ersten Bundesfrauenkonferenz in der Geschichte des Verbandes Die Forderungen damals lauteten: gleicher Zugang zu Ausbildungsberufen, Gleichwertigkeit von Frauen- und Männerarbeit, Abschaffung des § 218 und Problematisierung der Frauenarbeitslosigkeit. Außerdem gab es im Vorfeld heiße Diskussionen darum, wie die Mädchen- und Frauenpolitik des Verbandes aussehen sollte, ob eine Zusammenarbeit mit autonomen Frauengruppen stattfinden sollte oder ob diese nicht zu bürgerlich oder akademisch seien. Und ganz konkret wurde auch über die Durchführung der Konferenz gestritten und darüber, wie die im Verband traditionellen Gremien- und Diskussionsstrukturen aufgebrochen werden könnten. Trotz schwieriger Diskussionen wurden auf der Konferenz im Jahre 1979 die ersten verbandlichen Positionen zur "Frauenfrage" entwickelt und seitdem findet die Konferenz im zweijährigen Rhythmus statt. Mehr Infos gibt es hier |
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