Mindestlohn - Das Mindeste gegen Kinderarmut!
10.10.2006: Wir Falken fordern bessere Zukunftschancen für Kinder.
Der Bundesausschuss der Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken hat sich vom 30.09. bis 01.10.2006 mit den verschiedenen Aspekten von Kinderarmut befasst. Dabei wurde die Unterstützung der Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn beschlossen, damit Kinderarmut nicht noch weiter zementiert wird.
Wir wollen einen Lohn, von dem wir leben können.
Als Kinder- und Jugendverband, als Lohnabhängige und als diejenigen, die ihr Leben solidarisch gestalten wollen, ohne zu buckeln und zu treten, unterstützen die Falken die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn. Diese ist eine Abwehrforderung, aber sie ist notwendig und richtig. Bei der Ausgestaltung des gesetzlichen Mindestlohns soll die Tarifautonomie erhalten bleiben.
Der gesetzliche Mindestlohn kann nur als letzte Haltelinie nach unten dienen.
Darüber hinaus halten die Falken an ihrer Forderung nach einer allgemeinen Arbeitszeitverkürzung fest, denn Arbeit muss sinnvoller und gerechter verteilt werden.
Das Argument der neoliberalen Strategen, sinkende Löhne würden die Arbeitslosigkeit zu überwinden helfen, ist längst als Propaganda entlarvt. Nur weil der Preis der Arbeitskraft gedrückt wird, heißt das noch lange nicht, dass mehr Arbeitskräfte eingesetzt werden, sondern dient lediglich der Profitmaximierung und führt zur Umverteilung von unten nach oben. Auch der Kündigungsschutz ist ein Grundpfeiler der Arbeit in Würde und muss im vollem Umfang gesichert werden.
Die Spirale des Lohndumpings kennt keine Grenze nach unten.
Mehr als 2,5 Mio. Menschen arbeiten in Deutschland zu Armutslöhnen; 1 Mio. ArbeitnehmerInnen sind zusätzlich zu ihrem Einkommen auf Hartz IV angewiesen. Ob mit oder ohne abgeschlossener Berufsausbildung reicht das Einkommen nicht mehr für ein würdiges Leben mit der Möglichkeit zu gesellschaftlicher Teilhabe aus. Stundenlöhne von drei und weniger Euro pro Stunde gelten als zumutbar. Diese "Zumutbarkeit" akzeptieren wir nicht. Insbesondere Frauen, ArbeiterInnen mit Migrationshintergrund und junge abhängig Beschäftigte sind Opfer prekärer Arbeit.
"Für die SJD - Die Falken sind prekäre Beschäftigungsverhältnisse nicht akzeptabel. Mindestlöhne können nur einen Beitrag zur Existenzsicherung leisten, jedoch sind ins besondere junge Menschen auf Schutz vor extremer Ausbeutung in prekärer Arbeit angewiesen". So begründet der Bundesvorsitzende, Sven Frye, den Beschluss.
Mit diesen Beschlüssen werden die Falken sich in den nächsten Wochen intensiv in die Diskussionen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene einmischen, als nächstes am 21. Oktober beim bundesweiten Aktionstag des DGB "Das geht besser. Aber nicht von allein".
Die Beschlüsse des Bundesausschusses findet Ihr hier.







