Angriff auf Neuköllner Falken- again!

17.10.2016: Am vergangenen Wochenende wurde ein Brandanschlag auf das Auto der Geschäftsführerin der Falken Berlin-Neukölln verübt.

Die Falken Neukölln waren in den vergangenen Jahren mehrfach Ziel rechtsextremistischer Attacken und ihr Anton-Schaus-Haus muss nach zwei Brandanschlägen 2011 stark gesichert werden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch dieser Anschlag auf das Konto von Rechtsextremist*innen geht. Trotz mehrfacher Warnungen und Drohungen aus der Neuköllner Neonaziszene und trotz mehrfacher Absichtserklärungen der Berliner Landespolitik im Kampf gegen rechts blieb die Politik in den letzten Jahren tatenlos und war auf dem rechten Auge blind.

Unsere Solidarität gilt heute den Neuköllner Falken und ihrer Arbeit gegen Hass und Gewalt. Die Zeiten werden rauer, doch wir werden uns nicht verstecken und weiter laut bleiben gegen rechts!
#keinbockaufnazis #nonazis #nopasaran #jetzterstrecht

Lest hier die Erklärung der Neuköllner Falken zum Anschlag:


"WIEDER EIN BRANDANSCHLAG AUF DIE NEUKÖLLNER FALKEN Fahrzeug von Falken-Gruppenleitern in Rudow abgefackelt In der Nacht vom 14. zum 15. Oktober 2016 wurde in Berlin-Rudow das Fahrzeug der Geschäftsführerin des Anton-Schmaus-Hauses der Falken Neukölln auf offener Straße in Brand gesteckt. Das LKA Berlin hat das Fahrzeug zu Spurensicherung sichergestellt und die Ermittlungen übernommen.

Die Neuköllner Falken waren in den letzten Jahren immer wieder Ziel von Anschlägen aus der rechtsextremistischen Szene. Im Jahr 2011 wurde das Kinder- und Jugendzentrum Anton-Schmaus-Haus in Britz zweimal von Neonazis in Brand gesteckt.

Zuvor wurde es mehrfach mit Hakenkreuzen und Drohungen beschmiert. Seitdem muss das Haus mit massiven Zäunen, Sicherheitsanlagen und Überwachungstechnik sowie der Polizei geschützt werden.

Auf rechten Internetseiten werden die Falken bzw. das Anton-Schmaus-Haus immer wieder von Neonazis bedroht und, neben anderen linken Einrichtungen, als Anschlagsziel benannt.

Tim Haverland (21), Vorsitzender der Neuköllner Falken, erklärte dazu:

‚Wir gehen davon aus, dass auch dieser feige Brandanschlag von Neonazis verübt wurde. Wir wissen, dass wir mit unserer demokratischen Kinder- und Jugendarbeit immer noch im Fadenkreuz von Rechtsextremisten sind. Hetze, Hass und Gewalt werden auf unseren entschiedenen Widerstand treffen. Verbrechen wie diese sind uns ein Ansporn, unsere Arbeit noch zu verstärken. Wir sind das Bollwerk gegen Nazis!‘"