G20 ÜBER BORD ! Nach Hamburg!

22.03.2017: Wir unterstützen den Protest und Widerstand gegen den G20-Gipfel, der am 7. und 8. Juli in Hamburg stattfinden soll.

Wir sind gegen G20 - gegen einen Gipfel der 19 "wichtigsten" Industrie- und Schwellenländern, der am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg stattfinden soll.

Weil wir diesem Treffen die Legitimität[1] absprechen, wird der Bundesverband und seine Gliederungen sich an den Prostesten beteiligen.

Wir sprechen uns aus unterschiedlichen Gründen gegen diesen Gipfel aus: In den vergangen Jahren fanden solche Treffen an abgelegenen Orten wie Elmau oder Heiligendamm statt, letztes Jahr entschied Merkel das Treffen in Hamburg stattfinden zu lassen. Dafür wird Hamburg mit einem dermaßen übertreibenden Polizei und Sicherheitsvorkehrungen für mehrere Tage in den Ausnahmezustand versetzt. Das lehnen wir ab.

Wir Falken unterzeichnen den Aufruf "G20 - not welcome" zur Demonstration am 8.Juli.

Daneben wollen wir eine sichere Unterkunft vom 06.-09.07.2017 suchen, sodass für alle eine entspannte Teilnahme möglich ist - auch bei bösen Überraschungen.

Wir helfen bei:

  • der Finanzierung für Verpflegung, Anreise, Unterkunft
  • der Organisation und Koordination der An- und Abreise
  • der Organisation/Durchführung an den Protesttagen vor Ort

Wir rufen zeitgleich alle Gliederung auf, auf diese Veranstaltung hinzuweisen und sich an den Protesten zu beteiligen. Für einen erfolgreichen Protest, ist eine Vorbereitung auf den Gipfel und eine Auseinandersetzung mit seiner Kritik unabdingbar. Außerdem bitten wir die Falken-Gliederung um Unterstützung bei der Organisation an den Protesttagen selbst, damit allen die Beteiligung an den Protesten ermöglicht wird.

Das Treffen bei dem die Regierungschef*innen, die sich selbst als Chef*innen der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer bezeichnen, wollen sie zum einen über Fluchtursachen sprechen und überlegen wie diese zu stoppen sind (um der aktuellen ‚Situation‘ gerecht zu werden). Leider jedoch ohne einen einzigen Krisenstaat mit einzubeziehen! Des Weiteren soll über die Beziehung zu Afrika gesprochen werden, aber nur mit Südafrika als Vertretung für ganz Afrika. !?! Diese bevormundende Haltung ist stark zu hinterfragen.

Beim Blick darauf, welche Staatschef*innen eigentlich bei diesem Gipfel teilnehmen, lehnen wir diese Veranstaltung erst recht ab: Trump, Putin, Erdogan sind Namen, bei denen man sofort Bauschmerzen bekommt; bei der Vorstellung das sie alle an einem Tisch sitzen werden und Zukunftspläne für die Welt aushandeln.

Unsere Kritik geht aber über die Kritik der Personen und den Themen hinaus. Die immer größere werdende soziale Schere, der zunehmende Rassismus und die bewaffneten Konflikte in Syrien, Irak, der Ukraine und Kurdistan sind nicht primär Folgen der Herrschaft von rechten Parteien und Menschen, sondern Ursache dafür ist das kapitalistische System.

In Zeiten eine globalisierten Welt lassen sich keine nationalen Lösungen mehr finden. Auf nach Hamburg.

mehr dazu dann auch auf facebook.


[1] wir sprechen den Anwesenden das Recht ab, für die ganzen Welt weitreichende Entscheidungen zu treffen, weil eben gerade Milliarden arme Menschen ausgeschlossen sind ^